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Donbassfront. Mögliche Entwicklung.

Im laufe der aktuellen Offensive der Novorussischen Armee denken viele, dass bald schon Dnepropetrowsk und Zaporizhia und Kharkiv eingenommen werden. Doch noch läuft es nicht so rund an der Front, dass man von großflächigen Durchbrüchen sprechen könnte.



Erstens Mariupol. Dort werden zur Zeit gegnerische Verbände konzentriert. Quellen berichten von der 1. Panzerbrigade, einer Brigade der Nationalgarde, mehreren kleinen Bataillonen, Teilen der früher zerschlagenen 51. Brigade. Die Aufgabe der Volkswehr ist es nun die Verbindungsstraße von Nowoazowsk zu sichern und Kräfte zur Eliminierung der Kessel nach zu ziehen. Viel zu tun, so dass der Küstenabschnitt im Moment gesichert ist.

Zweitens, Wolnowacha. Einigen Quellen zu Folge, gibt es dort eine gewisse Anzahl an Einheite der Armee und Freiwilligen-Bataillone. Kein Grund da nicht anzugreifen, so dass die Volkswehr zur Zeit eine Offensive zur Einnahme dieser Gegend vorbereitet. Wenn man dieses Loch nicht stopft würde sich ein wunderbares Aufmarschgebiet zum Abschneiden der Azowschen Gruppe von den Hauptkräften ergeben. Da die Volkswehr dort weder große Ortschaften unter Kontrolle noch befestigte Verteidigungsstellungen und Munitionslager hat würde sie gezwungen sein sich zu ergeben.

Drittens, Donezk. Der Flughafen befindet sich immer noch in ukrainischer Hand. Angriffe auf Yasinovataya dauern an, Bezlers's Einheiten sind immer noch halb umzingelt. Der Gegner muss hier aus gut befestigten Stellungen herausgeschlagen werden, wo er sich schon seit Monaten hält.

Viertens, Debalzewe (Дебальцево) . Für einen Frontalangriff fehlen die Kräfte. Man müsste von den Flanken und mit Artillerieunterstützung aus Richtung Kramatorsk kommen. Momentan befestigt der Gegner die Linie Slawjansk-Dzerzhinsk. Für einen Angriff dort müsste man einen Großteil der Kräfte abziehen, die sich zur Zeit mit der Zerschlagung des Südkessels 2.0 beschäftigen.

Fünftens. Lisichansk-Rubezhnoye-Sjewjerodonezk. Diese von Natur aus gut geschützte Gegend wird durch den Gegner ständig weiter verstärkt. In letzter Zeit berichten die Einwohner vom großen Nachschub an Panzern und Soldaten. Höchstwahrscheinlich wird hier die 98. Brigade zusammen gezogen, deren Einheiten Partisanen neulich bei Tschuhujiw unter Beschuss genommen haben.

Sechstens, Lugansk. Um die Stadt liegen jetzt mehrere Kessel, die erst verdaut werden müssen. Außerdem wurden Rekruten aus der 3. Welle der Mobilmachung gesichtet.

Siebtens. ukrainische Reserven. Nach der dritten Welle der Mobilmachung könnte das Land bis zu 100.000 Soldaten stellen. Die vierte Welle befindet sich in Vorbereitung - da werden sogar Frauen eingezogen. Das durch die Massenmedien ständig gehirngewaschene Publikum dürfte das benötigte Kontingent stellen. Die Menschen haben noch nicht verstanden, dass auf sie in Novorossija nicht nur "peremoga" (ukrainisch für Sieg) wartet. Tausende von gepanzerten Fahrzeugen sind immer noch einkonserviert. Klar dass die Fahrzeuge immer älter werden und es immer schwieriger wird sie zum Laufen zu bringen, doch trotzdem sind sie da. Es werden Linien zur Herstellung von BTR-3 und BTR-4 hochgefahren. T-72 werden modernisiert. Der Westen hilft auch. Vollgepumpt mit Propaganda, werden die neuen Haudegen kämpfen. Auch wenn nicht ganz geschickt, doch zielstrebig. Um Maidan 3.0 zu vermeiden wird Poroschenko in den Kampf um Ilovaisk alles werfen, was das Land hergibt.



Schlussfolgerung: Novorossija muss sich auf einen harten Kampf einstellen. Das Geschehen jetzt kann man mit der historischen Schlacht um Moskau vergleichen. Die Volkswehr muss die Faust, die die Junta zusammen ballt zerschlagen, ohne die eigenen Stellungen aufzugeben.

Gute Nachricht ist, dass die Volkswehr in der Offensive als ein fester Verband mit klaren Befehlsstrukturen agiert. Noch ein paar Monate und die Kräfte der Junta werden zur Neige gehen.

http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/4218-k-situacii-na-vostoke-ukrainy-segodnya-veroyatnoe-buduschee-voyny-na-vostoke-ukrainy.html

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Kolomojskijs Plan B.

Wie das Nachrichtenportal Lifenews heute schreibt, hat Kolomojski vor die DniproHES-Talsperr in die Luft zu jagen, falls die Volkswehr Zaporizhia (Запорожье, Saporoschje) einnehmen sollte.

Nach den Lifenews vorliegenden Informationen, bereitet sich Zaporizhia, das sich jetzt faktisch unter Kontrolle des Oligarch Kolomojskij befindet zu einer möglichen Übernahme durch die Volkswehr. Es ist ein Teil des geheimen Plans B bekannt geworden, der am 28. August zwischen den Gouverneuren der Dnepropetrowsker und Zaporiz'ka Bezirke diskutiert wurden. Nach dem Bericht einer informierten Quelle, hat die durch Kolomojskij kontrollierte Regierung von Zaporizhia vor die Talsperre des DniproHES in die Luft zu jagen, sollte die Stadt der Volkswehr in die Hände fallen.

Am Donnerstag dem 28. August teilte Kolomojskij mit, dass er mit der Realisierung eines gewissen Plan B beginnen würde, ohne anzugeben, was dieser Plan aussieht. Dafür sagte er, dass er nun die Kontrolle und die Verteidigung von Mariupol und Zaporizhia in seine Hände nimmt. Nach Expertenmeinungen kann Kolomojskij dabei nicht mit Kiews Hilfe rechnen, so dass er hier allein mit der Volkswehr fertig werden muss.

- Er sponsert die Bestrafungsbataillone, andere Kräfte hat er nicht. Die ganze reguläre Armee bleibt im Südosten des Landes und unter keinen Bedingungen würde Poroschenko zur Zeit Kolomojskij helfen - erklärte Militärexperte Wladimir Timoschenko.

Wie die Quelle von Lifenews erzählte, tauchte bald nach Kolomojskijs Ankündigungen Boris Filatow in der Stadt, die rechte Hand Kolomojskijs in der Regierung des Dnepropertorwsker Kreises. Er habe allen lokalen Beamten befohlen sich auf das schlimmste einzustellen und die Talsperre zur Sprengung vorzubereiten.

Oberst in Pension Wiktor Litowkin äußerte die Meinung, dass der Plan Kolomojskijs die Talsperre in die Luft zu jagen ein Selbstmord sei. "Eine Sprengung von DniproHES würde die Ukraine und ein Teil Russlands hinweg spülen. Kein Krieg ist dieses Opfer wert" - so der Experte.

"In der Militärgeschichte gab es mehrere Fälle, wo die Gefahr von Sprengungen oder Einstürzen von Talsperren bestand, doch sogar die Deutschen im WWII versuchten dies zu vermeiden." - behauptet Militärexperte Eugen Tschernousov.

Nach Angaben der Quelle, sei die Verwaltung von Zaporizhia durch die Vorgehensweise von Kolomojskij vor den Kopf gestoßen worden und empört. Doch die inneren Spannungen innerhalb der Region würde es den Beamten unmöglich machen, sich gegen Kolomojskij zu wehren. Die meisten lokalen Industriebetriebe pausieren wegen Sanktionen gegen Russland. Im Herbst könnten viele von denen ganz den Betrieb einstellen.

Das alles nährt die Unzufriedenheit und den Widerstand gegen die Zentralregierung. Zaporizhia ist eine der wenigen Städte die sich geweigert haben wegen Sparmaßnahmen das Gas am "Ewiges-Feuer"-Memorial abzustellen. Um Unruhen vorzubeugen wurden in die Stadt außerdem die Bataillone geschickt die bereits in Mariupol für Ruhe sorgten indem sie "feindselig gesinnte" Bürger entfernten.

Politologe Andrej Suzdalzew beteuert, dass in der gegenwärtigen Situation das Risiko hoch ist, dass sich ein Großteil der Bevölkerung von Mariupol und Zaporizhia gegen Kolomojski wendet. "In dem Moment wo die Volkswehr in die Stadt eindringt, werden sich viele Stadtbewohner ihnen anschließen. Da wohnen die Kazaken. Die verstehen es und lieben es zu kämpfen. Für den Widerstand gegen die Bataillone Kolomojskijs spricht auch die Müdigkeit der lokalen Wählerschaft von Kolomosjkijs leerer Versprechen und herrischen Auftretens." - meint der Experte. "Auch die wirtschaftliche Situation wirkt sich auf die Stimmung aus: steigende Mieten, Währungsabsturz, Gas-Situation bringen die Menschen gegen die Regierung auf. "

DniproHES ist eines der wichtigsten Infrastrukturobjekte im Südosten der Ukraine. Allein dieses Wasserkraftwerk versorgt mehrere Bezirke des Landes mit Elektrizität. Die Talsperre wurde während des zweiten Weltkrieges zwei Mal gesprengt. Das erste Mal nach Stalins Befehl. Das zweite Mal von den Deutschen, als diese sich von diesem Territorium zurück ziehen mussten.

http://lifenews.ru/news/139291
 

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Kiews vielschichtiger Krieg

Die Auseinandersetzungen in Kiewer Regierungsetagen werden immer deutlicher und die Wahrscheinlichkeit der "Oktoberrevolution 2.0" steigt von Tag zu Tag.Besondere Würze dieser Entwicklung verleiht der Umstand, dass die Frontlinien diesmal zwischen Kiew und den "freiwilligen Bataillonen" verlaufen.

Es wird immer klarer, dass Kiewer Regierung die "Antiterroroperation" (ATO) für verschiedene Zwecke benutzt. Einer von denen ist der Kampf gegen die Kräfte von denen sie durch den Staatstreich im Februar an die Macht gebracht wurde. "

Nicht zum ersten Mal wird bekannt, dass eindeutige Truppenbewegungen der regulären ukrainischen Streitkräfte zur Einkesselung freiwilliger Bataillone und deren teilweiser oder kompletter Vernichtung führen. Außerdem weigerte sich die Regierung bis zu Letzt solche Bataillone mit Waffen zu versorgen und überließ diese Aufgabe den Oligarchen.

Kiew setzt diese freiwilligen Verbände, wohl wissend von deren langfristiger Gefahr, in gefährlichsten Militäroperationen ein. Diese Taktik führte bereits nicht nur einmal zur Empörung der Kommandeure und sonstiger Befehlsgeber dieser Einheiten. Am besten in Erinnerung geblieben ist die neuste Drohung von Jarosch Richtung Kiew zu ziehen um zu klären warum ausgerechnet die freiwilligen Bataillone so gerne geopfert werden.

Damals konnte der Konflikt schnell beigelegt werden, doch bereits vor wenigen Tagen bei den Kämpfen um Ilovajsk (Иловайск)
 wiederholte sich die Geschichte erneut, wobei sich die reguläre Armee schnell zurückzog und die Bataillone "Donbass","Dnepr","Switjas","Kherson und "Dobrowolez" im Kessel zurück liess. Als Folge trugen diese Verbände schwere Verluste davon und drohen nun nach dem Ende der Kämpfe bei Ilovajsk eine schnelle Lustration in Reihen der Kiewer Regierung durchzuführen.

Sogar westliche Experten schreiben bereits davon, dass die ukrainische Regierung den Krieg dazu benutzt, die freiwilligen Bataillone los zu werden. Auch im US-Amerikanischen Außenministerium hat man sich dieses Problems angenommen, was sehr deutlich zeigt, in wessen Interessen solche Verbände agieren. Der größte Teil davon ist offen nazistischer Natur, besonders das Bataillon "Azow" dessen offizieller YouTube-Channel den Namen - "Sozial-Nationalistische Versammlung - Bataillon Azow" trägt.

Selbstverständlich versteht man in Kiew all die Risiken, die mit einer Existenz solcher von der Regierung nicht kontrollierbaren bewaffneten Gruppen verbunden sind. Besonders, wenn das in offene Drohungen gegen das Regime ausartet, mit dem Subkontext der Auseinandersetzung von Kolomojskij und Poroschenko. Die Kommandeure der freiwilligen Bataillone gaben bereits öfter zu, dass die Entscheidung gegen Kiew zu ziehen um offene Rechnungen zu begleichen ziemlich ausgereift ist.

Nach der Niederlage bei Ilovaisk am 27. August warf der Kommandeur des Bataillons "Donbass" dem Verteidigungsminister offen Verrat vor.

Das Thema der freiwilligen Bataillone ist vielschichtig. Außer der offensichtlichen äußeren Ebene, auf der diese die Aufgabe tragen den Konflikt im Osten der Ukraine zu provozieren und am Köcheln zu halten, existieren noch mindestens zwei weitere Aspekte - Gesamtpolitischer und  innerartlicher.

Die letzten zwei sind durch die "Besitzer" der Bataillone eng mit einander verbunden. Faktisch kann man sicher sagen, dass "Donbass", "Dnepr" und noch ein paar andere vollständig unter Kontrolle von Kolomojskij stehen und dessen Interessen verteidigen werden. Sowohl politische als auch finanzielle. Rein nazistisches Bataillon "Azow" ist eng mit der Figur Ljaschko verbunden, der aber kein eigenes Geld hat und selbst ein Projekt von Lewotschkin ist (ein Ukrainischer Oligarch) , somit das Bataillon praktisch diesem Gehört.

Nicht verwunderlich, dass es zwischen "Azow" und B.Filatow (der die freiwilligen Bataillonen im Namen von Kollomojskij organisiert) zu offener Feindschaft gekommen ist. Dabei gibt es noch eine Reihe anderer lokaler Bataillone die von anderen Oligarchen unterhalten werden  wie z.B. "Kiew-1" vom Innenminister Awakow. Dieser forderte am lautesten den freiwilligen Bataillonen schwere Waffen zur Verfügung zu stellen.

Einerseits dienen diese ständigen Drohgebärden Richtung Kiew als eine Art mediale Vorbereitung für eine aktivere Einmischung ukrainischer Oligarchen in den politischen Prozess, und andererseits als ein Zurückschlagen Gegen die Regierung die immer aktiver gegen die Oligarchen vorgeht. Vor allem gegen Kolomojskij, gegen den Ermittlungen in mehreren Fällen eröffnet wurde.

B. Filatow, Kolomojskijs Vize in Sachen Bezirksverwaltung (Kolomojskij ist Gouverneur der Oblast Dnepropetrowsk), äußert sich immer aggressiver gegen Kiew. Neulich beendete er eine seiner offiziellen Mitteilungen mit den Worten "Kiew, hör Dnepropetrowsk zu, du hörst uns nicht". In der gegenwärtigen Ukrainischen Medienlandschaft sind solche Aussagen wie - "Wir werden nicht gehört", oder "Hört uns zu" - untrennbar mit den Ereignissen am Donbass verbunden ( ähnlich wie früher "Hört Donbass zu" ).

Es ist klar, dass die Entscheidung den freiwilligen Bataillonen schwere Waffen zur Verfügung zu stellen keiner eindeutigen Natur ist. Höchstwahrscheinlich ist es nur ein Versuch die Schaar der Feldkommandeure etwas zu besänftigen, zu zeigen, dass Kiew mit ihnen ist. Und getroffen wurde diese Entscheidung erst nach monatelangem Kampf gegen die Bürokratie, vor allem im Verteidigungsministerium.

Auf diese Weise löst Kiew in seiner Auseinandersetzung mit den "freiwilligen Verbänden" offensichtlich gleichzeitig mehrere Probleme. Aus strategischer Ebene schwächt sie die Fähigkeit der USA zusätzlichen Druck auf Kiew auszuüben und eigene Politik im Osten der Ukraine durchzudrücken. Auf der taktischen, innerpolitischen Ebene ist es ein Zug gegen die Oligarchen, die sich hinter den Waffen der von ihnen kontrollierter Verbände verstecken. Und letztendlich geht es für Kiew auch ums reine Überleben. Es ist absolut in Kiews Interesse, alle die Kräfte die sich aktiv am Maidan beteiligten im Krieg zu zerreiben.

In Kiew versteht man sehr gut, dass auch wenn man im Konflikt im Osten des Landes mit DVR und LVR im Prinzip sich einigen könnte, man mit diesen ideologisierten Gruppen, die bei erster Gelegenheit zu schießen Anfangen (zuerst auf die Polizei in Kiew, jetzt auf die Bürger im östlichen Landesteil und morgen auf die Landesregierung) überhaupt nicht reden kann.

Deswegen sucht man sie im Feuer des Kriegs zu verheizen, in der Hoffnung dass sie einerseits das von Kiew anvisierte Ergebnis auf dem militärischen Weg liefern und andererseits dabei drauf gehen.

Die von der Regierungsbeteiligung ausgeschlossenen Oligarchen (wie z.B. der Kolomojskij) spüren die gegen sie gerichtete Bedrohung und suchen nach Wegen diese zu neutralisieren. Es ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Monaten die Reste der freiwilligen Bataillone versuchen könnten ihre militärische Stärke in politische und ökonomische Münze umzuschlagen. Als Maidan 3.0.

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Neuste Waffenentwicklungen Ukrainischer Nationalgarde










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Er hat angefangen.


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Die verhafteten Grenzsoldaten

Fortsetzung des Artikels
Von den "Mitarbeitern des Woentorg"

Warum ist denn nun die Verhaftung russischer Grenzsoldaten in der Ukraine kein Beweis für die Teilnahme Russlands an den Kampfhandlungen?

In Nahezu allen Berichten (es sei denn es passt nicht in die Story) über diese Verhaftung wird mit angegeben, dass die verhafteten Soldaten offizielle Dokumente bei sich trugen die von ihrer Militärangehorigkeit zeugten.
Lese z.B. hier: http://de.ria.ru/politics/20140826/269391351.html

Wer den Artikel über den "Woentorg" gelesen hat, weiss dass die Haupttaktik der hybriden Kriegsführung darin bestehet nichts öffenltich werden zu lassen, was nicht öffentlich werden soll. Das schliesst eine Mitführung offizieler Militär-Dokumente von Leuten die nicht offiziell an den Kampfhandlungen in einem fremden Land teilnehmen nahezu aus. Auch von den ausländischen Söldnern, die auf der Seite der Junta kämpfen wurden bis jetzt nur private Papiere gefunden.
Die verhafteten Soldaten trugen solche Militärpapiere bei sich, was die Aussage bekräftigt, dass sie zufällig auf das Ukrainische Territorium gelangt sind. Ausserdem wurden sie außerhalb der unmittelbaren Kampfzonen aufgegriffen, was es der Junta unmöglich macht, denen eine direkte Teilnahme an den Kampfhandlungen unterzuschieben.

Man könnte nun spekulieren, dass diese Festnahme in der momentanen Situation kaum zufälliger Natur sein kann und die weitere Entwicklung abwarten. Die ukrainische Regierung wird versuchen den Fall propagandamäßig auszuschlachten, doch es ist davon auszugehen, dass nicht sie diese Spiel bestellt hat und auch nicht der Gewinner sein wird. Im schlimmsten Fall für sie wird ein (berechtigter) Vorwand für einen offenen Einsatz russischen Militärs geschaffen (so wie es die Amis in so einem Fall auch tun würden).

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DIe "Mitarbeiter des Woentorg"

Im ersten Artikel zum Thema russische Soldaten im Donbass möchte ich die Aussagen eines Insiders widergeben. Zum Verständnis des Artikels muss ich, etwas vorgreifend, einige Begrifflichkeiten erklären. In den Kriegsberichten taucht immer wieder der Begriff "Woentorg" auf. Wörtlich übersetzt bedeutet er so viel wie - Militärhandel oder Waffenhandel. Es gibt aber auch eine russische Firma mit diesem Namen, die sich auf den Verkauf von Kampfausrüstung (nicht nur russischer Bauart) spezialisiert hat. Dabei handelt es sich um solche Sachen wir Feldanzüge, Helme, kugelsicher Westen, leichte Waffen und so weiter. Lauter Zeug was man auch in Deutschland in spezialisierten Geschäften kaufen kann (bis auf die Waffen natürlich). Wenn ich richtig informiert bin, gibt es auch in der Ukraine Filialen dieser Kette, zumindest in Donbass. Schwere Kampfmittel wie Panzer und ähnliches sind dort nicht zu haben. Zumindest nicht offiziell und nicht für Privatpersonen. Wenn man nun vom "Woentorg" spricht, ist es doppeldeutig gemeint : offiziel handelt es sich um leichte Ausrüstung, nicht offiziell aber um Handel mit schweren Sachen, in den meistens der Staat involviert ist. Mit diesem Wissen sollten die Aussagen des Insiders leichter zu verstehen sein.

Von den "Mitarbeitern des Woentorg".

Im Laufe der letzten Woche, vor dem Hintergrund der hysterischen Schreie der Kiewer Junta - man würde gegen die russsiche Armee kämpfen - fragen viele Menschen solche Fragen wie: "Sagt die Junta denn die Wahrheit?", "Woher T-90?", "Woher BTR 82-A?", "Woher neue Granatwerfer?", "Wer ist auf den Aufnahmen der Faschisten zu sehen?".

Man hätte gedacht, die Geschehnisse auf der Krim, als die Teilnahme russicher Armee ab dem 26. Februar offensichtlich aber bis mitte März offiziell bestritten wurde, sollten die russische Linie in dieser Frage verständlich gemacht haben. Damals ging es genau so zu: die Faschisten drehten Filmchen, im Bestreben zu beweisen, dass da "jemand" verhaftet worden wäre (mit Pässen und Truppenausweisen herumwinkend), behaupteten hartnäckig, dass es solche Ausürstung beim Woentorg nicht gäbe, dass es auf der Krim so viele Separatisten gar nicht gäbe und diese schon gar keine "Tiger" (russischer Mehrzweck-Panzerwagen) und neuste Waffen haben könnten. Davon schrie die Junta den ganzen Frühling lang. Als Antwort hieß es nur lakonisch: "Es gibt dort keine russischen Truppen und eure "Beweise" könnt ihr euch sonstwo hinstecken". Als die Situation vorüber war, stellte sich Putin hin und sagte: "Ja, die gab es". Gesagt wurde das just zu dem Zeitpunkt, wo es kaum noch eine Rolle hätte spielen können.

Ich hätte bereits an dem ersten Tag schreiben können, dass dort russische Spezialkräfte aus der 91. Brigade der Militäraufklärung des Generalstabes Russischer Föderation als Volkswehr operieren, doch solange es nicht offiziell bestätigt ist, gibt es dort keine Truppen. So läuft das Spiel. Unabhängig davon was in Blogs geschrieben oder sonst behauptet wird. Das ist eine spezifische Form der postindustriellen Kriegsführung, die man als "hybride" Kriegsführung bezeichnet. Aktive Teilnahme bei offiziellen Aussagen wie "Uns gibt es dort nicht" oder "Sie träumen bloß".

Komisch, dass es in den vergangenen Monaten des Kriegs noch nicht alle verstanden haben, obwohl es ziemlich offensichtlich ist. Der berühmt berüchtigte "Woentorg" ist durchaus keine bloße Redewendung. Er kann aktiv "handeln", oder auch nicht. Je nach der innerpolitischen Situation um z.B. Strelkov oder Achmetov. Aber seine Anweisenheit ist für alle offensichtlich, die den Krieg im Donbass nicht nur aus dem Fernsehen kennen. Selbstverständlich werden auch von denen viele schreiben, dass es keinen "Woentorg" gibt. Das ist ein Standpunkt der die offizielle Linie unterstützt. Was nicht offiziell ist, gibt es auch nicht. Tatsächlich ist das was in der Presse auftaucht nur ein kleines Puzzel des Gesamtbildes, welches groß und interessant ist, welches aber noch nicht ganz enthüllt werden darf, um der gemeinsamen Sache nicht zu schaden. Offiziell ist nichts da, doch nach dem Krieg kommt raus, dass es da was gab und immer noch gibt. Nachdem alles gut für uns ausgegangen ist und es keine Rolle mehr spielt, werde ich eine Reihe Artikel darüber schreiben.

Ich z.B. habe nie daraus ein Geheimnis gemacht, dass es den "Woentrog" gibt (was auch der Grund dafür ist, dass ich nie geschrieben habe, dass Russland Donbass nicht unterstützen würde) und er den kämpfenden Einheiten hilft, je nach dem Willen der Empfänger und der Verantwortlichen für die Verteilung der Ströme. Seit kurzem hat im Woentorg der Saisonbedingte Ausverkauf und die Bonusverteilung begonnen, die jedoch keinen Abbruch der offiziellen Linie - "Es gab und gibt nichts" - tut. Im Internet kann man "beweisen" bis man blau wird. Die Diplomaten werden auch weiterhin Wochen und Monate lang Ping-Pong spielen. Es gibt eine bestimmte Arbeit zu tun, und diese erhält Informative und Diplomatsiche Deckung. Genau so wie auf der Krim. Dieses Speil wird von allen Teilnehmern gespielt und angenommen ( man sollte meinen die Befehlsgeber der Junta hätten bereits einen haufen "Beweise" für die Arbeit des "Woentorgs", und doch treten sie mit beneidenswerter Beständigkeit auf der Stelle im Stile: "Na, das hätte die Volkswehr aber sicher nicht haben dürfen" und kriegen immer die selben Standardantworten a-la "Es wird ja viel gefilmt, wenn der Tag lang ist, wer weiß schon was die Volkswehr da alles hat, wo sind die Beweise?" ).

Dieses zyklische Schema kann unendlich lange ausgespielt werden. Sogar vor der Einnahme von Kiew oder sogar Lwow stellt sich Lawrow vor die Micros und sagt, dass Russland daran nicht beteiligt ist. Und offiziell wird es genau so sein. Das was ein Blogger oder Kommentator da in seinem Blog geschrieben hat ist bloß seine private Meinung. Und versucht mal zu beweisen, dass dieses Schema nicht funktioniert.

Der Sinn aller dieser gegenseitigen Beschuldigungen besteht nämlich darin, dass die gegnerischen Seiten neben dem realen Krieg auch noch einen Informationskrieg darum führen ein dominierendes Stimmungsbild zu erzeugen, welches in diesem Fall Russland dazu zwingen würde, wenigesten einige Fakten seiner Teilnahme am Donbasskrieg offiziel anzuerkennen, und zwar jetzt und nicht irgendwann, wenn es keine Rolle mehr spielt.
Deswegen ist es absolut unwichtig, welche realen oder herbeiphanstasierten Beweise die Junta präsentiert. Diese werden in jedem Fall bestritten werden, weil das Spiel es so vorschreibt. Wenn euch diese einfache Sache klar wird, werden euch die aktuellen "Enthüllungen" der Junta gar nicht mehr interessieren, da diese von dem Feind präsentiert werden, gegen den ein Vernichtungskrieg geführt wird. In Bezug auf die sich entwickelnde Offensive südlich von Donezk ist es überhaupt nicht relevant, da die Katastrophe für die südlichen Verbände der Junta viel eher eintreffen wird, als jeder Beweis der "russichen Invasion" eine Auswirkung haben könnte.

Und bezüglich der "Mitarbeier des Woentorg", deren Anwesenheit die Junta zu beweisen versucht, so gibt es diese dort offiziell natürlich nicht und wird es auch nicht geben. Den Rest könnt ihr euch ja jetzt selbst denken, und keine "dummen" Fragen mehr stellen.

PS. Und übrigens, USA nehmen am Konflikt natürlich nach dem selben Schema teil.

colonelcassad.livejournal.com/1751820.html

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Beweis oder nicht?

Ich wurde neulich gefragt, was ich von der Verhaftung russsicher Soldaten an der Russisch/Ukrainischer Grenze halte, was angelich ein Beweis dafür sein soll, dass russsiche Soldaten auf der Seite der Volkswehr kämpfen. Ist es denn nun, wie Kiew behauptet ein Beweis, oder nicht? Gibt es russische Soldaten auf Seiten der Separatisten? Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach und würde mit einem Wort ausgedrückt lauten : Jein.
Ja - es sind wohl russiscche Soldaten in den Konflikt involviert.
Nein - die gefangen genommenen Soldaten sind kein Beweis dafür.

Zu diesem Thema wird es demnächst zwei Artikel geben.

PS: hier nun die versprochenen Artikel:

Von den "Mitarbeitern des Woentorg"
Die verhafteten Grenzsoldaten

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DVR : wir akzeptieren weder Föderalisierung noch Autonomie

Im Vorfeld des möglichen Treffens von Vladimir Putin und Peter Poroschenko hielten es die Leader von Novorossia für nötig einige klärende Statements abzugeben.

Der Premierinister Donezker Volksrepublik Aleksander Zakharchenko äußerte sich zu den möglichen Verhandlungen mit Junta bezüglich des Status der Republik:

"Föderalisierung akzeptieren wir nicht. Für DVR kommt nur eine vollständige Unabhängigkeit von der Ukraine in Frage."

Nach seinen Worten wird es, sogar wenn Kiew, in Anbetracht der Niederlage an der Südfront, in Minsk den Verhandlungen über den Status der Republik zustimmt, keine grundsätzlichen Änderungen zur Folge haben.

"Nein, die Verhandlungen werden beginnen, und man kommt vielleicht sogar zu einer Art Waffenstillstand - doch wird dieser brüchig und nicht echt sein. Novorossia ist nicht nur mehr nicht mit einer Föderalisierung einverstanden, sondern nicht einmal mehr mit dem Fortbestehen der Ukraine in heutiger Form als solcher"

Dass die Befürwörter der Novorossia mittlerweile weder mit Föderalisierung, noch mit Autonomie einverstanden sind, sagte auch einer der Rebellenanführer Aleksej Mozgowoj: "In meinen Augen, wird die Autonomie nichts bringen. Unter welchen Bedingungen würde sie statt finden? Die ganze Regierung, Oberste Rada, Präsident bleiben die selben. Was hätte diese Autonomie für einen Sinn, wenn die uns sowieso keine Luft zum Atmen lassen? Das wäre eine leere Formalität. Autonomie gibt kein Recht auf eigene Armee, das heißt wir werden weder eigene polizeilichen noch justiziellen Strukturen haben. Solche Autonomie brauchen nur die, die heutige Kiewer Regierung an der Macht lassen wollen. Wir sind für eine vollständige Unabhängigkeit. Man sagt uns, der Rechtsrahmen erlaube es uns nicht. Nach welchem Recht denn? Der Ukraine, von der wir uns trennen wollen? Europa? Was glauben die wer die sind? USA? Wieso sollen wir, ein freies Volk auf die hören? Nur wir haben das Recht zu entscheiden wie wir leben wollen. Weder Gaag, noch OSZE oder Pace dürfen sich da einmischen." - So Mozgowoj in einem Interview der Zeitung "Izwestija"

antifashist.com/item/dnr-federalizaciya-i-avtonomiya-nas-ne-ustraivaet-tolko-nezavisimost.html

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Zakharchenko - ihr habt die Wahl zwischen Leben und Tod

Der Premierminister und Oberbefehlshaber Donezker Volksrepublik Aleksander Zacharcheko hat sich direkt an die Soldaten und Offiziere der ukrainischen Armee, sowie an die übrigen Kampfeinheiten gewandt, die zur Zeit von der Novorusischen Armee umzingelt sind.

Sein Appell wurde von dem Pressezentrum der Volksrepublik veröffentlicht. Darin teilt er dem Gegner mit, dass dessen Lage aussichitslos ist und fordert die eingeschlossenen Einheiten dazu auf sich freiwillig zu ergeben. Sollte das Angebot abgelehnt werden, werden die eingeschlossenen Einheiten komplett vernichtet. Hier folgt seine Ansprache im Wortlaut:

"Appell an die Kommandeure und Soldaten der ukrainischen Armee, die auf dem Territorium Donezker Volksrepublik eingekesselt sind. Donezk 25.08.2014.

Soldaten und Offiziere. Seit dem 24. August ist die Armee Donezker Volksrepublik zu einer umfassenden Gegenoffensive auf allen Richtungen übergegangen. Gegnerische Einheiten bei folgenden Ortschaften wurden umzingelt: Olenovka, Starobeschevo, Voikowskij, Kuteinikovo, Blagodatnoje, Alekseevskoje, Uspenka, Uljanowskoje, Stepanowka, Amwrosiewka, Stepano-Krinka.

Im Kessel befinden sich: der Kommandostab des 8. Armeecorps, 28. 30. 93. mechanisierte Brigaden, 95. Luftlandebrigade, Bataillonen "Aidar", "Donbass", "Schachtersk", Bataillonen der Nationalgarde "Azow" und "Dnepr" und andere Verbände. Es besteht keine Chance für ein Entkommen. Eure Lage ist aussichtslos und weiterer Widerstand ist zwecklos. Ihr kämpft gegen das eigene Volk. Das Befolgen der Befehle in diesem Brüderkrieg wird euch weder Ruhm noch Geld einbringen.

Die Alternative zur Aufgabe ist der sichere Tod. So ist ein großer Teil der Soldaten und Offiziere, der die Waffen nicht niederlegen wollte, sinnlos im Kessel bei Izwarino getötet worden. In dieser für euch ausweglosen Situation, um ein sinnloses Blutvergiessen zu vermeiden, rufen wir euch dazu auf, folgende Bedienungen anzunehmen:

1. Alle eingekesselten ukrainischen Einheiten stellen sofort den Widerstand ein.

2. Handfeuerwaffen, Kampffahrzeuge und sonstige Ausrüstung gehen in useren Besitz über.

Wir garantieren für die Sicherheit aller Soldaten und Offiziere die den Widerstand einstellen. Verwundete erhalten medizinische Hilfe. Soldaten die freiwillig den Kampf einstellen und sich dazu verpflichten an den Kampfhandlungen auf dem Territorium der Donezker und Lugansker Volksrepubliken nicht mehr teilzunehmen, werden dem ukrainischen Kommitee der Soldatenmütter oder ihren Müttern (bzw. nahen Verwandten) übergeben.

Alle die diese Bedingungen annehmen, sollen ihre Stellungen verlassen und sich mit einer weissen Fahne oder einem Stück weissen Stoffes zu den Standorten der Armee Donezker Volksrepublik begeben. Sollten diese Bedienungen nicht angenommen werden, werden wir gezwungen sein, die eingekesselen Verbände zu eliminieren. Die Verantwortung dafür werden die Offiziere und Generäle ukrainischer Armeestrukturen tragen.

Obebefehlshaber der Armee Donezker Volksrepublik.
A. Zakharchenko."

Ausserdem wandete sich Zakharchenko gesondert an die ukrainischen Frauen. Er rief sie dazu auf, sich aktiv an der Rettung deren Männer und Söhne zu beteiligen.
"Ihr könnt sie nach Hause holen. Kommt her und holt eure Söhne. Lasst nicht zu, dass sie erneut in diesen Bürgerkrieg eingezogen werden".

antifashist.com/item/aleksandr-zaharchenko-obratilsya-k-protivniku-libo-vy-sdaetes-libo-budete-unichtozheny.html