Waffenstillstand um 18:00 Uhr (?)



Interfaks teilt gerade mit (http://lifenews.ru/news/139844), dass es in Minsk zur Vereinbarung eines Waffenstillstands zwischen der Junta auf der einen und DVR und LVR auf der anderen Seite gekommen sei. Der Waffenstillstand soll ab heute 18:00 gelten.

Im Wesentlichen braucht die Junta diesen Waffenstillstand eher als DVR/LVR. Die Truppen der Junta brauchen eine Pause, um sich neu zu gruppieren und die Frontlinien wieder herzustellen. Die Verhandlungen selbst sind ein Schritt in Richtung "Großes Transnistrien", wobei zwei weitere Regionen sich von der Ukrainie abspalten würden. Doch rückt dabei auch die Perspektive eines "großen Neurusslands" in weite Ferne und faktisch würde die Macht immer noch in Kiew bleiben.

Die Frage, ob Novorossija dem Waffenstillstand zustimmen musste ist zweitrangig, da alle dazu führenden Schritte bereits früher gemacht wurden, angefangen mit Abkommandierung von Strelkov. Deswegen spiegelt diese Abmachung , falls sie natürlich überhaupt gemacht wurde ( noch ist der Text nicht öffentlich und es gibt nur Insider-Quellen) den aktuellen außenpolitischen Kurs des Kremls gegenüber Donbass wider.

Nichtdestotrotz, noch sind die Bedienungen des Waffenstillstandes nicht bekannt, sowie ob er überhaupt eingehalten wird und wo die Grenzlinien verlaufen werden. Wenn man berücksichtigt, dass USA nicht an einem Beilegen des Konfliktes interessiert sind, gibt es gute Gründe anzunehmen, dass auch wenn es einen Waffenstillstand geben sollte, dieser nur eine Pause vor weiteren Kriegshandlungen darstellen dürfte.

Sollten die Massenmedien voreilig gewesen sein, so ist alles wunderbar und die Vernichtung der übrig gebliebenen Kessel kann weiter gehen.

PS. Bei Mariupol gehen die Kämpfe weiter. Sturmgruppen der Neurussischen Armee konnten in die Stadt vordringen und einige Viertel von der Junta befreien. Das Gefecht wird wohl noch bis zum Abend andauern.

http://colonelcassad.livejournal.com/1769421.html

Zaporishia wird vermient

Die Regierung der Zaporiszhia (Запорожье) plant eine Vermienung der Bezirksgrenden. Das gab der Leiter der Regionverwaltung Valerij Baranov während einer der gestrigen "patriotischen" Aktionen, von denen es in der letzten Zeit immer mehr gibt.

"Wir alle zusammen, nachdem wir Blockposten errichtet und ein Freiwilligenbataillon zusammengestellt und zur Grenze geschickt haben, haben heute begonnen Verteidigungslinien zu errichten. Unsere neuen 800 Freiwilligen wurden schon mit Arbeitskleidung ausgestattet. Ebenfalls heute werden wir unsere Verteidiungslinien um Mienenfelder erweitern" - so der Gouverneur, zitiert von den hiesigen Massenmedien.

Früher rief er die Stadtbewohner unter dem Motto "Der Feind kommt nicht durch" dazu auf in der Stadt Schützengräben zu graben. Ähnliche Aktionen gab es auch in Berdjansk und Mariupol. Alle die sich dazu berufen fühlen, zur Ehre der "Einig Ukraine" Erdarbeiten zu verrichten sollen sich am Samstag um 8:00 Uhr vor der Bezirksverwaltung einfinden. Werkzeug, Wasser und Mützen müssen die Einwohner selbst mitbringen.

Früher gab es Berichte, dass man in Erwartung der Kämpfe in Mariupol mit der Errichtung von Schützengräben begonnen hätte, während sich die ukrainische Armee fast nicht blicken liess. Dafür sehe man die freiwilligen Bataillone wie "Azow", wo, wie die Medien skeptisch berichten, "besonders viele Europäer kämpfen".

Kämpfe um Mariupol

"Der Hauptcheckposten der ukrainischen Armee vor Mariupol ist heute Morgen von der Neurussischen Armee zerstört worden" - so Augenzeugen.

Nach Angaben des Kommandostabes von Novorossija sind im Laufe des vergangenen Tages etwa 50 ukrainische Soldaten bei Mariupol getötet worden. Diese Angaben werden vom Kommandeur des freiwilligen Bataillons "Azow" bestätigt, dessen Soldaten zur Zeit noch die Stadt besetzen. Er gab auch an, dass zur Zeit noch etwa 60 seiner Kämpfer in der Stadt seien. Schwere Fahrzeuge hätten sie nicht.

Nach Augenzeugenberichten hört man seit 7:00 Uhr früh in Mariupol laute Geräusche die Raketensalven aus GRAD Systemen ähneln.  Das Geräsuch ähnelt

Die Stadt ist seit dem 1. September komplett von der Volkswehr umzingelt. Nach Berichten der Medien sind sowohl Einheiten der regulären ukrainischen Armee als auch der freiwilligen Bataillons in der Stadt eingekesselt. Bis jetzt gab es noch keine Versuche die Stadt zu stürmen.

Gestern berichteten die Einwohner von Mariupol von Kämpfen in den Vororten zwischen der Volkswehr und der ukrainischen Armee. Die Armee der Novorossija befindet sich zur Zeit in etwa 7 Kilometern von der Stadt entfernt. 

In eigener Sache.

Leider komme ich zur Zeit wegen beruflicher und familierer Situation kaum noch dazu neue Sache zu posten. Ich hoffe, dass sich das ab Mitte nächster Woche etwas entspannt. Bis dahin werde ich versuchen ab und zu mal kleinere Sachen zu posten.

Grüße,
Donbassfront

Der Sturm von Mariupol

Später am Abend (des 4. ) begann die Armee der Novorossija (AN) aktive Kamphandlungen in den Vororten von Mariupol. Die Hauptziele sind offensichtlich - im Laufe des 5. September wenn auch nicht die ganze Stadt, doch wenigstens ein Teil davon einzunehmen. Dafür stehen etwa 5.000 Mann Infanterie und etwa 70 Panzerfahrzeuge + Mehrfachraketenwerfer sowie mehrere Batterien D-30 (Haubitze) bereit. AN besitzt hier ein bedeutendes Übergewicht an schwerer Technik, besonders Panzern. Das Übergewicht an Infanterie beträgt etwa den Faktor 2-2.5. Deswegen, in Hinblick auf den Waffenstillstand am 5. um 15:00 Uhr, wird ein ernster Versuch unternommen, die Verteidugungslinien der Junta zu durchbrechen und in die Stadt einzurücken. Der Versuch soll entweder in der Nacht oder am Morgen unternommen werden.

Solang gibt es ständige Feuergefechte mit Verlusten von beiden Seiten. Verluste von AN betrugen bis jetzt: 2 Panzer zerstört, einer angeschossen. 3 Lastwagen und bis 15 Mann. Junta verlor mehrere Schützenpanzer und bis zu 30 Leute. Die Perspektiven des Angriffs hängen davon ab, ob AN sich für einen Nachtangriff entscheidet oder erst am Morgen los legt. Klar, dass wenn es den aktuellen politischen Druck nicht gäbe, der Angriff lieber in Phasen durchgeführt werden sollte. Der Hoffnung liegt zur Zeit auf der niedrigen Moral der Verteidigungstruppen, welche nach erlittenen Verlusten ziemlich niedrig ist, so dass die Soldaten vor stärkeren Angriffen davon fliehen.

Offensichtlich, dass eine dermaßen hohe Truppenkonzentration bei Mariupol zu lasten der Angriffshandlungen zwischen Mariupol und Wolnowacha geht, wo der Feind nur schwache Verteidigungslinien hat und bei deren Durchbruch der Weg nach Zaporizhia frei wäre. Doch die politischen Motive scheinen einen immer größeren Einfluss auf die Kommandeure auszuüben. Und sollte das Projekt "Großes Transnistrien" wirklich reale Konturen einnehmen, wäre die Kontrolle über Mariupol ungleich wichtiger als der Angriff auf Zaporizhia und Dnepropetrowsk im Rahmen des Projektes "Großes Neurussland".

Donbassfront. Sie nennen die Stadt nun "Krematorsk".

Sofort als die Tauchergruppen zusammengestellt und in Slawjansk angekommen sind wurden sie unter die Kontrolle des ukrainischen Geheimdienstes (SBU) gestellt. Alle wurden gewarnt: sollte die Information über ihren nächsten Einsatz öffentlich werden, werden sie dafür strafrechtlich verfolgt.

Die Taucher wurden zu einem See bei Slawjansk gebracht, um den herum besonders schwere Kämpfe tobten. Auf der einen Seite stand die Nationalgarde und reguläre Armeeeinheiten. Auf der anderen Seite die Volkswehr unter Kommando von Strelkov. Gerüchte, dass die Leichen der getöteten Nationalgardisten im See versenkt wurden gab es schon länger. Die Einheimischen erzählten davon. Doch niemand konnte diese Gerüchte bestätigen. Die Skeptiker sagten, die Leichen wären schon längst aufgetaucht.

Die schlimmsten Befürchtungen der Bewohner umliegender Dörfer haben sich bestätigt.
Die vom Einsatz zurückgekommenen Taucher konnten die furchtbare Information über ihre Arbeit nicht zurückhalten. Sie erhielten das Kommando den See von Leichen zu säubern. Einmal unter Wasser entdeckten sie, dass die Leichen dicht nebeneinander am Seegrund lagen, wie die Heringe in einer Blechdose. Die Körper waren komplett nackt und vom Wasser aufgedunsen. Hauptsächlich von jungen Kerlen an deren Füßen Gewichte befestigt waren.

Die Gerüchte vom Kameradengrab der getöteten Nationalgardisten und Armeesoldaten haben sich als schreckliche Wirklichkeit entpuppt. Brechreiz zurückhaltend holten die Taucher die Leichen aus dem See und luden diese auf Lastwagen auf. Wie ein Augenzeuge erzählte, dachten die Taucher die ganze Zeit nur daran diese Arbeit so schnell wie möglich hinter sich zu lassen. Allen war klar, dass die Nationalgarde auf diese Weise sich der im Gemetzel bei Slawjansk getöteten  Soldaten entledigte.

Was passierte mit den Leichen weiter? Nach Slawjansk wurden mobile Krematorien geschickt, wo die Leichen dann verbrannt wurden. Dieser Befehl konnte nur von ganz oben kommen: wie gesagt – keine Leichen kein Problem. Keine Todesnachrichten für die Familien, keine Auszahlungen und das Wichtigste, die Zahl der Gefallenen konnte unten gehalten werden. Auf der Internetseite des Verteidigungsministeriums stand sogar dann noch die Zahl von 400 bis 500 getöteten Soldaten, als die ganze Ukraine schon wusste, dass es um Tausende geht. Kiewer Regierung wusste nur zu gut, was die Offenlegung realer Opferzahlen für sie bedeuten würde. Erst als Strelkov und seine Kämpfer Slawjansk verließen, wurde der See gesäubert.

http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/4240-slavyansk-nacgvardeycy-topili-trupy-v-bolotah.html


Die Leute aus Slawjansk kamen ins Gespräch mit den Mitarbeitern des Katastrophenschutzministeriums. Bleich und mit großen Augen konnten diese erst nach einigen Gläsern Wodka reden.

Sie erzählten, womit die Taucher und die Fahrer beschäftigt sind. Neben Slawjansk, da wo die Armee stationiert war, gibt es Seen. Dort, wenn man etwas tiefer taucht, liegen auf dem Grund Leichen mit Gewichten an den Füßen. Meistens ganz ohne Kleidung, höchstens eine Hose ist dran. Still liegen sie da, nur die Haare wehen hin und her. Rücken an Rücken. Sehr viele, mehrere Hundert.

Die Körper wurden aus dem See geholt und nach Kramatorsk gebracht. Dort, neben der Stadt, standen mobile Krematorien. Darin wurden die Körper verbrannt. Die letzten paar Wochen lang. Das ist die Antwort darauf, wieso im Juli die mobilen Krematorien nach Kramatorsk gebracht wurden und auch die Antwort auf die Frage wo die ganzen „verschollenen“ Soldaten geblieben sind.

Während der ganzen Belagerung von Slawjansk log die Kiewer Regierung das Volk bezüglich der Verluste an. Jedes Mal wenn die „NONA“ (Luftlandepanzer. Eines der ersten Fahrzeuge das die Volkswehr ganz am Anfang des Krieges von der ukrainischen Armee erbeuten konnte und die die Ukrainische Armee mindestens sechs mal als vernichtet meldete) den Berg Karachun (Berg unweit von Slawjansk von dem die Stadt mit Artillerie beschossen wurde) beschoss, meldete der Kommandostab: es gäbe keine Verluste.

Doch die gab es. Riesige Verluste. Und alle wurden sie in den Seen versenkt. Rücken an Rücken. Hunderte von bleichen, verwesenden Körpern. Junge Kerle.

Und nun die Asche. Graue Asche über dem Novorussischen Land.

P.S: ich konnte mit den Katastrophenschutzmitarbeitern aus Zaporizhia (Запорожье) reden, um den Wahrheitsgehalt des Berichtes zu überprüfen. Die nennen Kramatorsk nun „Krematorsk“. Ganz ohne Lächeln. Und träumen tun sie nun auch schlecht.

http://www.nvrus.org/dn/1980-zachem-ukropy-zavezli-v-kramatorsk-3-mobilnyh-krematoriya.html

Putin: Die Volkswehr wird nicht auf die Verhandlungen warten

Der russische Präsident Wladimir Putin teilte mit, sich mit dem ukrainischen Präsidenten auf eine friedliche Beilegung des Konfliktes in der Ostukraine geeinigt zu haben. Er fügte jedoch zu, dass die Volkswehr kaum still sitzen und auf den Anfang der Verhandlungen warten wird.

Der Präsident besteht auf der Realisierung des Plans, auf den er sich mit Poroschenko einigen konnte:

„Man muss sofort mit Verhandlungen anfangen. Und zwar nicht über technische Fragen, sondern über die politische und soziale Organisation im Osten des Landes. Mit dem Ziel die gesetzlichen Interessen der dort lebenden Menschen zu wahren“ – sagte Putin.

Er sagte weiterhin, dass es naiv sei anzunehmen, die Volkswehr würde in Erwartung der Verhandlungen still sitzen, wenn währenddessen ihre Städte und Dörfer beschossen werden

Er erinnerte auch daran, dass der ursprüngliche Grund für die jetzige Situation der bewaffnete Putsch im Februar dieses Jahres ist.

http://ukraina.ru/news/20140831/1010344620.html

PS. Es scheint als hätte sich der Präsident für die dritte Variante entschieden.  

Novorossija in der Offensive. Wie geht es weiter?

Eine durchaus berechtigte Frage, denn nach der erfolgreichen Gegenoffensive der Neurussischen Armee und Niederlagen der ukrainischen Truppen finden sich sowohl Kiew als auch der Westen in der Situation wieder, in der ein Fortsetzen der Kriegshandlungen nicht mehr forteilhaft ist und man sich lieber mit dem Gegner einigen sollte.

Es stellt sich gleich die Frage, was würde Russland in dieser Situation tun? Die Verhandlungen ablehnen kann man nicht, man ist ja für den Frieden. Das erfolgreiche Vorankommen der Novorussischen Armee abbremsen möchte man aber auch nicht.

Hier hätte Putin im Prinzip drei Möglichkeiten, die wir hier kurz erörtern wollen.


  1. Sich mit der Welt darüber einigen, dass Novorossija als Republik innerhalb einer föderalisierten Ukraine fortbesteht. Hier gäbe es viele Leckerlies, die der Westen Russland versprechen könnte. Z.b. Dass die Ukraine nicht der NATO beitreten wird. Doch diesmal würden es keine leeren Versprechen wie in den Neunzigern sein, sondern z.B. in der neuen Ukrainischen Verfassung schriftlich festgehalten werden (z.B. dass ein Beitritt zu welchen Bündnissen auch immer nur mit Zustimmung aller Teilrepubliken erfolgen darf).

    Sollte Putin dieser Variante zustimmen, und mit allen möglichen Mitteln versuchen das Vorwärtskommen der Novorussischen Armee anzuhalten, würde er auf der geopolitischen Ebene viel gewinnen, aber auf der Innerpolitischen Ebene viel verlieren. Es würde ihm sehr viel Mühe kosten seine Anhänger von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen, wobei er besonders ihre geopolitischen Vorteile ins Licht rücken müsste. Pragmatisch gesehen, wäre diese Entscheidung die beste für Russland. Doch das Gerechtigkeitsgefühl der Russen, welches viel stärker als Pragmatismus ausgeprägt ist, würde darunter stark leiden. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass diese Variante zwar möglich, doch nur dann realisiert wird, wenn sich Putins Mannschaft etwas dazu einfallen lässt, wie man die Russen, alle Russen inklusive der auf dem Territorium von Novorossija, von der Richtigkeit und Vorteilhaftigkeit dieser Entscheidung überzeugen kann.



  1. Zu versuchen ein doppeltes Spiel zu spielen. Man erzeugt den maximal möglichen Anschein auf die Novorussische Armee einzuwirken, bis auf die Einstellung der Zusammenarbeit mit den Anführern der Volkswehr. Diese würden Putins Forderungen ignorieren und die Kampfhandlungen weiter fortsetzen. Diese Variante hat sowohl Vorteile wie Nachteile. Besonders wenn man den Einfluss Putins berücksichtigt ist sie eher schlecht als gut.

    Erstens wird der Westen auf Putin Druck ausüben und der würde so tun als ob er diesem Druck nachgibt. Was den Russen gar nicht gefallen würde. Zweitens, unter dem Eindruck – Russland würde nachgeben – würde das Fehlen von Resultaten den Westen nur noch mehr dazu veranlassen den Druck auf Russland zu erhöhen und mit weiteren Sanktionen zu drohen. Somit hätte Putin bei dieser Variante nur die Unterstützung seiner treusten Anhänger, somit derer die das Spiel verstehen, von denen es nicht allzu viele geben dürfte. Hier würde Putin nicht viel Gutes vom Westen bekommen und von seiner Beliebtheit im Volk einbüßen. Sollte diese Variante doch gespielt werden, wird sie wahrscheinlich viel ausgeklügelter sein, als ich es hier darstellen könnte.



  1. Die gefährlichste Variante. Russland macht auch hier den Eindruck Kiew und Donezk behilflich zu sein einen Kompromiss finden zu können. Es finden Treffen a-la Minsk stattfinden. Putin trifft Poroschenko, Poroschenko trifft Merkel, Merkel trifft Obama und Obama Putin. Alle entscheiden irgendwas, versuchen einen Kompromiss zu finden, schaffen es aber nicht. Mal stellt Putin zu viele Bedienungen mal Poroschenko. Währenddessen nimmt die Volkswehr Dnepropetrowsk, Nikolaev und Odessa ein. Sie verstehen …

    Theoretisch ist das die gefährlichste Variante, denn es ist nicht abzusehen wer und wann als erster die Geduld verliert. Kann sein, dass Europa Putin nachgibt, kann aber auch sein, dass Poroschenko unter Druck der USA anfängt fürchterliche „Dummheiten“ zu tun. Für Putin würde diese Variante eine sichere Unterstützung im Inneren bedeuten, doch auf der geopolitischen Ebene gäbe es Risiken. Ein Vabanque Spiel. Wenn man Putins Charakter berücksichtigt, wäre das seine Wahl. Risiken einzugehen ist das wovon er viel versteht.


http://www.ruspravda.info/Novorossiya-nastupaet-a-chto-dalshe-6924.html

Donbassfront. Die Lage zum 30. August.

Am 30. August konnte die Volkswehr ihre Positionen halten. Im Raum Donezk wurden ab 15:00 Uhr, nach den wenig erfolgreichen Ausbruchsversuchen der eingekesselten ukrainischen Einheiten, Verwundete und Tote, sowie auch übrige Mannschaften ukrainischer Einheiten nach den von der Armee Denezker Republik gestellten Bedingungen abtransportiert. Zum Einsatz kamen dabei 53 Fahrzeuge. Bei Lugansk ging es für die gegnerischen Einheiten im Wesentlichen nur noch um Verteidigung.

DVR

Donezk – die Nacht war vergleichsmäßig ruhig, doch früh am Morgen gab es wieder Beschuss aus Mörsern sowie Raketenwerfsystemen Grad und Smertsch. Zu Schaden kamen Häuser in den Wohnvierteln Petrowskij (Петровский) , Budenowskij (Будёновский), Kalininskij (Калининский). Ein Geschoss traf einen gerade abfahrenden Omnibus. Man spricht von 2 Toten und 3 Verletzten. Kämpfe gab es in den nordöstlichen Vororten. Hier gab es einen Artillerieschlagabtausch. Die Lage in der Stadt ist angespannt. Die Spannungsverteilerstationen in Vierteln Budenowskij und Petrowskij stehen wieder unter Strom. Am Verteiler im Viertel Kiewskij (Киевский) wird weiter gearbeitet. Omnibusse der Linie 2 fahren wieder. Strassenbahnlinie 1 fährt immer noch bis zur Ekonomitscheskaja-Strasse (ул. Экономическая). Endstation der Linie 42 ist das Krankenhaus Nr.14. Ukrainische Armee setzt den Beschuss der Stadt mit Phosphorbomben fort.
Die zwischen Donezk und Mariupol (Мариуполь) liegende Kreisstadt Wolnowacha (Волноваха) ist fest in der Hand der Novorussischen Armee. Ihre Einnahme bedeutet für die südlichen Einheiten der ukrainischen Armee die Entstehung eines neuen Kessels.



Unter Artilleriefeuer der Junta kamen Ortschaften Mospino (Моспино) (zwei Tote unter Zivilbevölkerung) und die Vororte von Alchevsk (Алчевск).  Bei Yasinovka (Ясиновка) finden Stellungskämpfe unter Einsatz schwerer Waffen statt.

Im Laufe eines Aufklärungsvorstoßes der Volkswehr bei Dolia (Доля) und Andreevka (Андреевка) konnte ein Checkposten und einige Fahrzeuge zerstört werden. Schwere Kämpfe fanden in der Nacht bei den Ortaschaften Illiriya (Иллирия), Krasnyy Luch (Красный Луч), Rodakove (Родаково) statt. Aus den Siedlungen Faschivka (Фащевка) und Chernukhino (Чернухино) konnte der Gegner komplett rausgedrängt werden. Am südlichen Rand der von Gorodishche (Городища) und im Osten von Peremozhnoye (Переможного) konnten Munitionsdepots zerstört werden.

Bei Blagodatnoye (Благодатное) berichten die Einwohner von einer etwa 200 Mann starken Einheit in der Polnisch gesprochen wird.

Richtung Mariupol – bei den Ortschaften Rozy Lyuksemburh (Люксембург), Shcherbak (Щербак) und Nowoasowsk (Новоазовск) konnten vier Angriffe der ukrainischen Armee abgewehrt werden.

Novorussische Armee meldet, dass alle Diversionstrupps in und um Ilovask (Иловайск) erfolgreich eliminiert werden konnten.

Bei Starognatovka (Старогнатовкa) kam eine Mörserbatterie der ukrainischen Armee unter Artilleriebeschuss. 4 Mörser und ein Kommandofahrzeug konnten vernichtet, bis zu 6 Mann getötet werden.



Getötet wurde Hauptmann der 28. Mechanisierten Brigade ukrainischer Streitkräfte – Andrej Bezrutschaka (Андрея Безручака).

Kanal Severskiy Donets-Donbass (Канал Северский Донец-Донбасс)  kam unter Feuer von Gorlowka (Горловка) bis Donezk. Die Wasserleitungen wurden Teilweise zerstört, so dass die Kapazitäten hier nur noch ein Drittel des Vorkriegsniveaus betragen. Hauptziel hier war Verkhnekalmiusskoye Filteranlage (Верхнекальмиусская фильтровальная станция), zum heutigen Zeitpunkt einzige Wasserquelle von Donezk.

Die Novorussische Armee gestattete den Abtransport von Verwundeten und Getöteten Soldaten aus den Kesseln. Für alle übrigen gilt das Ultimatum über die Übergabe der Waffen und Kampffahrzeuge.

Verluste der ukrainischen Armee in DVR nach den Kämpfen am Sonntag werden geschätzt auf: 2 Panzer, 6 gepanzerte Fahrzeuge (BMP, BTR), 10 Fahrzeuge, 1 Raketenwerfer Grad, 2 Artilleriegeschütze und bis zu 70 Mann getötet oder verwundet.

Somit konnten alle gestern eingenommenen Positionen gehalten werden. Es wird berichtet, dass Mariupol zur Hälfte umzingelt ist. Die dort stationierten Einheiten der Junta befestigen ihre Stellungen. Laut Zakharchenko ist kein Sturmangriff geplant, doch wird nach seinen Worten die Novorussische Armee die Stadt „bald“ einnehmen.

LVR

Schwere Kämpfe fanden in der Nacht bei den Ortaschaften Illiriya (Иллирия), Krasnyy Luch (Красный Луч), Rodakove (Родаково) statt. Aus den Siedlungen Faschivka (Фащевка) und Chernukhino (Чернухино) konnte der Gegner komplett rausgedrängt werden. Verluste des Feindes betragen hier 15 Mann.

Als Folge eines Überraschungsangriffes am südlichen Rand von Gorodishche (Городищe) konnten Munitionsdepots und ein Lastwagen „Ural“ zerstört und bis zu 10 Mann getötet werden. Bei Peremozhnoye (Переможное) wurde durch Artilleriefeuer  ein Munitionsdepot zerstört werden.

Nach Lugansk kehrt langsam das Leben zurück. Die Wasserversorgung konnte wiederhergestellt werden. Es wird an der Wiederherstellung der Elektrizitätsversorgung gearbeitet. Stadtdienste nehmen wieder ihre Arbeit auf. Etwa 80 Tausend Essrationen wurden an die Bevölkerung verteilt. Eine öffentliche Kantine konnte wiedereröffnet werden. Endlich konnten die Nazis vom Bataillon „Aidar“ aus Novosvetlovka (Новосветловка) und Khryashchevatoye (Хрящеватое) herausgeschlagen werden. Die Ortschaften befinden sich in einem fürchterlichen Zustand, mehr als 50% der Wohnhäuser sind zerstört.



Am 1. September fängt das Schuljahr in 6 Lugansker Schulen an. Es werden etwa 2500 Erstklässler eingeschult.

Sonstiges.

Heute gab es einen Anschlag auf den Premierminister Donzeker Volksrepublik Aleksander Zacharchenko. Der Fahrer erlitt eine Schussverletzung, der Premier blieb unverletzt.

In der Ortschaft Mnogopolye (Многополье) bei Ilovaisk sind Mitarbeiter des Fernsehsenders Espresso TV verschollen. TV Journalist – Igor Worobjew (Егор Воробьев), Operator Maksim Tschkan (Максим Чкан) und Projektleiter Rostislav Schaposchnikov (Ростислав Шапошников).

Alle früher in der Ukraine festgenommenen russischen Fallschirmjäger konnten nach Hause zurückkehren. Die Verhandlungen waren sehr schwierig, doch der gesunden Menschenverstand hat gewonnen und alles ist gut ausgegangen.
Russland lieferte 63 Soldaten an die Ukraine aus, die in der Russischen Föderation um Asyl baten.
In der russischen Stadt Kamensk-Shakhtinskiy nicht weit von der Ukrainischen Grenze steht der zweite Hilfskonvoi für den Osten der Ukraine.



http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/4263-svodka-voennyh-sobytiy-v-novorossii-za-30082014.html