September 4th, 2014

Der Sturm von Mariupol

Später am Abend (des 4. ) begann die Armee der Novorossija (AN) aktive Kamphandlungen in den Vororten von Mariupol. Die Hauptziele sind offensichtlich - im Laufe des 5. September wenn auch nicht die ganze Stadt, doch wenigstens ein Teil davon einzunehmen. Dafür stehen etwa 5.000 Mann Infanterie und etwa 70 Panzerfahrzeuge + Mehrfachraketenwerfer sowie mehrere Batterien D-30 (Haubitze) bereit. AN besitzt hier ein bedeutendes Übergewicht an schwerer Technik, besonders Panzern. Das Übergewicht an Infanterie beträgt etwa den Faktor 2-2.5. Deswegen, in Hinblick auf den Waffenstillstand am 5. um 15:00 Uhr, wird ein ernster Versuch unternommen, die Verteidugungslinien der Junta zu durchbrechen und in die Stadt einzurücken. Der Versuch soll entweder in der Nacht oder am Morgen unternommen werden.

Solang gibt es ständige Feuergefechte mit Verlusten von beiden Seiten. Verluste von AN betrugen bis jetzt: 2 Panzer zerstört, einer angeschossen. 3 Lastwagen und bis 15 Mann. Junta verlor mehrere Schützenpanzer und bis zu 30 Leute. Die Perspektiven des Angriffs hängen davon ab, ob AN sich für einen Nachtangriff entscheidet oder erst am Morgen los legt. Klar, dass wenn es den aktuellen politischen Druck nicht gäbe, der Angriff lieber in Phasen durchgeführt werden sollte. Der Hoffnung liegt zur Zeit auf der niedrigen Moral der Verteidigungstruppen, welche nach erlittenen Verlusten ziemlich niedrig ist, so dass die Soldaten vor stärkeren Angriffen davon fliehen.

Offensichtlich, dass eine dermaßen hohe Truppenkonzentration bei Mariupol zu lasten der Angriffshandlungen zwischen Mariupol und Wolnowacha geht, wo der Feind nur schwache Verteidigungslinien hat und bei deren Durchbruch der Weg nach Zaporizhia frei wäre. Doch die politischen Motive scheinen einen immer größeren Einfluss auf die Kommandeure auszuüben. Und sollte das Projekt "Großes Transnistrien" wirklich reale Konturen einnehmen, wäre die Kontrolle über Mariupol ungleich wichtiger als der Angriff auf Zaporizhia und Dnepropetrowsk im Rahmen des Projektes "Großes Neurussland".