August 30th, 2014

Kolomojskijs Plan B.

Wie das Nachrichtenportal Lifenews heute schreibt, hat Kolomojski vor die DniproHES-Talsperr in die Luft zu jagen, falls die Volkswehr Zaporizhia (Запорожье, Saporoschje) einnehmen sollte.

Nach den Lifenews vorliegenden Informationen, bereitet sich Zaporizhia, das sich jetzt faktisch unter Kontrolle des Oligarch Kolomojskij befindet zu einer möglichen Übernahme durch die Volkswehr. Es ist ein Teil des geheimen Plans B bekannt geworden, der am 28. August zwischen den Gouverneuren der Dnepropetrowsker und Zaporiz'ka Bezirke diskutiert wurden. Nach dem Bericht einer informierten Quelle, hat die durch Kolomojskij kontrollierte Regierung von Zaporizhia vor die Talsperre des DniproHES in die Luft zu jagen, sollte die Stadt der Volkswehr in die Hände fallen.

Am Donnerstag dem 28. August teilte Kolomojskij mit, dass er mit der Realisierung eines gewissen Plan B beginnen würde, ohne anzugeben, was dieser Plan aussieht. Dafür sagte er, dass er nun die Kontrolle und die Verteidigung von Mariupol und Zaporizhia in seine Hände nimmt. Nach Expertenmeinungen kann Kolomojskij dabei nicht mit Kiews Hilfe rechnen, so dass er hier allein mit der Volkswehr fertig werden muss.

- Er sponsert die Bestrafungsbataillone, andere Kräfte hat er nicht. Die ganze reguläre Armee bleibt im Südosten des Landes und unter keinen Bedingungen würde Poroschenko zur Zeit Kolomojskij helfen - erklärte Militärexperte Wladimir Timoschenko.

Wie die Quelle von Lifenews erzählte, tauchte bald nach Kolomojskijs Ankündigungen Boris Filatow in der Stadt, die rechte Hand Kolomojskijs in der Regierung des Dnepropertorwsker Kreises. Er habe allen lokalen Beamten befohlen sich auf das schlimmste einzustellen und die Talsperre zur Sprengung vorzubereiten.

Oberst in Pension Wiktor Litowkin äußerte die Meinung, dass der Plan Kolomojskijs die Talsperre in die Luft zu jagen ein Selbstmord sei. "Eine Sprengung von DniproHES würde die Ukraine und ein Teil Russlands hinweg spülen. Kein Krieg ist dieses Opfer wert" - so der Experte.

"In der Militärgeschichte gab es mehrere Fälle, wo die Gefahr von Sprengungen oder Einstürzen von Talsperren bestand, doch sogar die Deutschen im WWII versuchten dies zu vermeiden." - behauptet Militärexperte Eugen Tschernousov.

Nach Angaben der Quelle, sei die Verwaltung von Zaporizhia durch die Vorgehensweise von Kolomojskij vor den Kopf gestoßen worden und empört. Doch die inneren Spannungen innerhalb der Region würde es den Beamten unmöglich machen, sich gegen Kolomojskij zu wehren. Die meisten lokalen Industriebetriebe pausieren wegen Sanktionen gegen Russland. Im Herbst könnten viele von denen ganz den Betrieb einstellen.

Das alles nährt die Unzufriedenheit und den Widerstand gegen die Zentralregierung. Zaporizhia ist eine der wenigen Städte die sich geweigert haben wegen Sparmaßnahmen das Gas am "Ewiges-Feuer"-Memorial abzustellen. Um Unruhen vorzubeugen wurden in die Stadt außerdem die Bataillone geschickt die bereits in Mariupol für Ruhe sorgten indem sie "feindselig gesinnte" Bürger entfernten.

Politologe Andrej Suzdalzew beteuert, dass in der gegenwärtigen Situation das Risiko hoch ist, dass sich ein Großteil der Bevölkerung von Mariupol und Zaporizhia gegen Kolomojski wendet. "In dem Moment wo die Volkswehr in die Stadt eindringt, werden sich viele Stadtbewohner ihnen anschließen. Da wohnen die Kazaken. Die verstehen es und lieben es zu kämpfen. Für den Widerstand gegen die Bataillone Kolomojskijs spricht auch die Müdigkeit der lokalen Wählerschaft von Kolomosjkijs leerer Versprechen und herrischen Auftretens." - meint der Experte. "Auch die wirtschaftliche Situation wirkt sich auf die Stimmung aus: steigende Mieten, Währungsabsturz, Gas-Situation bringen die Menschen gegen die Regierung auf. "

DniproHES ist eines der wichtigsten Infrastrukturobjekte im Südosten der Ukraine. Allein dieses Wasserkraftwerk versorgt mehrere Bezirke des Landes mit Elektrizität. Die Talsperre wurde während des zweiten Weltkrieges zwei Mal gesprengt. Das erste Mal nach Stalins Befehl. Das zweite Mal von den Deutschen, als diese sich von diesem Territorium zurück ziehen mussten.

http://lifenews.ru/news/139291
 

Donbassfront. Mögliche Entwicklung.

Im laufe der aktuellen Offensive der Novorussischen Armee denken viele, dass bald schon Dnepropetrowsk und Zaporizhia und Kharkiv eingenommen werden. Doch noch läuft es nicht so rund an der Front, dass man von großflächigen Durchbrüchen sprechen könnte.



Erstens Mariupol. Dort werden zur Zeit gegnerische Verbände konzentriert. Quellen berichten von der 1. Panzerbrigade, einer Brigade der Nationalgarde, mehreren kleinen Bataillonen, Teilen der früher zerschlagenen 51. Brigade. Die Aufgabe der Volkswehr ist es nun die Verbindungsstraße von Nowoazowsk zu sichern und Kräfte zur Eliminierung der Kessel nach zu ziehen. Viel zu tun, so dass der Küstenabschnitt im Moment gesichert ist.

Zweitens, Wolnowacha. Einigen Quellen zu Folge, gibt es dort eine gewisse Anzahl an Einheite der Armee und Freiwilligen-Bataillone. Kein Grund da nicht anzugreifen, so dass die Volkswehr zur Zeit eine Offensive zur Einnahme dieser Gegend vorbereitet. Wenn man dieses Loch nicht stopft würde sich ein wunderbares Aufmarschgebiet zum Abschneiden der Azowschen Gruppe von den Hauptkräften ergeben. Da die Volkswehr dort weder große Ortschaften unter Kontrolle noch befestigte Verteidigungsstellungen und Munitionslager hat würde sie gezwungen sein sich zu ergeben.

Drittens, Donezk. Der Flughafen befindet sich immer noch in ukrainischer Hand. Angriffe auf Yasinovataya dauern an, Bezlers's Einheiten sind immer noch halb umzingelt. Der Gegner muss hier aus gut befestigten Stellungen herausgeschlagen werden, wo er sich schon seit Monaten hält.

Viertens, Debalzewe (Дебальцево) . Für einen Frontalangriff fehlen die Kräfte. Man müsste von den Flanken und mit Artillerieunterstützung aus Richtung Kramatorsk kommen. Momentan befestigt der Gegner die Linie Slawjansk-Dzerzhinsk. Für einen Angriff dort müsste man einen Großteil der Kräfte abziehen, die sich zur Zeit mit der Zerschlagung des Südkessels 2.0 beschäftigen.

Fünftens. Lisichansk-Rubezhnoye-Sjewjerodonezk. Diese von Natur aus gut geschützte Gegend wird durch den Gegner ständig weiter verstärkt. In letzter Zeit berichten die Einwohner vom großen Nachschub an Panzern und Soldaten. Höchstwahrscheinlich wird hier die 98. Brigade zusammen gezogen, deren Einheiten Partisanen neulich bei Tschuhujiw unter Beschuss genommen haben.

Sechstens, Lugansk. Um die Stadt liegen jetzt mehrere Kessel, die erst verdaut werden müssen. Außerdem wurden Rekruten aus der 3. Welle der Mobilmachung gesichtet.

Siebtens. ukrainische Reserven. Nach der dritten Welle der Mobilmachung könnte das Land bis zu 100.000 Soldaten stellen. Die vierte Welle befindet sich in Vorbereitung - da werden sogar Frauen eingezogen. Das durch die Massenmedien ständig gehirngewaschene Publikum dürfte das benötigte Kontingent stellen. Die Menschen haben noch nicht verstanden, dass auf sie in Novorossija nicht nur "peremoga" (ukrainisch für Sieg) wartet. Tausende von gepanzerten Fahrzeugen sind immer noch einkonserviert. Klar dass die Fahrzeuge immer älter werden und es immer schwieriger wird sie zum Laufen zu bringen, doch trotzdem sind sie da. Es werden Linien zur Herstellung von BTR-3 und BTR-4 hochgefahren. T-72 werden modernisiert. Der Westen hilft auch. Vollgepumpt mit Propaganda, werden die neuen Haudegen kämpfen. Auch wenn nicht ganz geschickt, doch zielstrebig. Um Maidan 3.0 zu vermeiden wird Poroschenko in den Kampf um Ilovaisk alles werfen, was das Land hergibt.



Schlussfolgerung: Novorossija muss sich auf einen harten Kampf einstellen. Das Geschehen jetzt kann man mit der historischen Schlacht um Moskau vergleichen. Die Volkswehr muss die Faust, die die Junta zusammen ballt zerschlagen, ohne die eigenen Stellungen aufzugeben.

Gute Nachricht ist, dass die Volkswehr in der Offensive als ein fester Verband mit klaren Befehlsstrukturen agiert. Noch ein paar Monate und die Kräfte der Junta werden zur Neige gehen.

http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/4218-k-situacii-na-vostoke-ukrainy-segodnya-veroyatnoe-buduschee-voyny-na-vostoke-ukrainy.html