August 4th, 2014

DIe 72. Brigade gibt auf

Nachrichten aus dem südlichen Kessel.

Heute flohen die Reste der 72. Brigade über die Grenze nach Russland.

Mit der Volkswehr konnte man sich bisher nicht auf eine vollständige Aufgabe einigen, deswegen bricht der Kessel nun in drei Teile auseinander. Die 72. Brigade hat praktisch aufgehört zu existieren. Man hat sich gewehrt so lange es noch Munition und Verpflegung gab, danach began der Rückzug nach Russland. Zuerst in einzelnen Gruppen, dann alle die noch am Leben waren.

Die ganzen Fahrzeuge wurden dort zurück gelassen, wo kleine, immer noch nicht aufgeben wollende, Brigadenreste ihre Stellungen haben. Die Volkswehr konnte mit Panzern bis auf 400 Metern zu diesen Stellungen vorrücken, ohne jegliche Gegenwehr. Ein Teil der Soldaten der 72. Brigade die sich ergeben hat, besaß überhaupt keine Munition mehr, manche hatten nur 1-2 Magazine.

Es gibt Information, dass es unter denen die sich noch nicht ergaben, polnische Söldner gibt, was die beharrlichkeit der Gegenwehr erklären würde (ein handfester internationaler Skandal ist möglich). Den verbliebenen Kräften wurde vorgeschlagen  sich zu ergeben und nach Russland abzuziehen, wobei die Panzerfahrzeuge heil zurück bleiben müssen. Sonst hagelt es wieder Raketen aus GRAD-Systemen. Bei den verbliebenen Resten geht es zur Zeit heiß her. Die Militärs argumentieren, dass man sich ergeben soll damit nicht noch mehr Menschen zwecklos sterben müssen. Die Rechten, Nazisten und politisch Verborrte bestehen darauf, den Widerstand um jeden Preis fortzusetzen.  Deswegen wird es eine vollständige Kapitulation wohl nicht geben – der größte Teil wird sich wohl ergeben, die anderen werden eliminiert. Mittel zur Gegenwehr haben sie ehe keine mehr.

Vermutlich wird diese Gruppe in 2-3 Tagen aufhören zu existieren, wonach der Kessel sich um etwa Faktor zwei verkleinert und die Reste der 24. und der 79. Brigade dran kommen.



Insgesamt tritt der Südkessel in die Schlussphase seiner Existenz ein. Die von der Versorgung abgeschnittenen Einheiten befinden sich im Todeskampf.

„Noch eine Gruppe der ukrainischen Soldaten hat vor die Grenze zu Russland zu überqueren und sich zu ergeben. Nach den fast 440 Soldaten und Offizieren der ukrainischen Streitkräfte, die sich bereits in der Nacht zum 4. August ergaben. Die genaue Zahl der Soldaten die sich ergeben wollen ist noch nicht bekannt“ – gab ITAR-TASS bekannt mit Verweis auf den Vorsitzenden der Pressestelle der Grenzschutzeinheitein des FSB im Gebiet Rostov.

Die Version der Junta.

Eine Gruppe der 72. Brigade wurde gezwungen die Grenze nach Russland zu übertreten, da ihr bei einem Kampf gegen die Terroristen die Munition ausgegangen ist. Das gab der Sprecher des Pressezentrums der ATO Aleksej Dmitraschkovskij bekannt. „Die 72. Brigade musste sich aufteilen. Ein Teil durchbrach den Kessel, der andere Teil gab dem ersten die Deckung. Einer Gruppe ging die Munition aus. Panzerfahrzeuge wurden beschädigt. Danach musste diese Gruppe sich zur Grenze zu Russland zurückziehen. Nach den letzten Informationen befinden sich die Soldaten auf russischem Territorium. Deren Anzahl wird ermittelt.“ – sagte Dmitraschkovskij. Nach seinen Worten kriegte der übrig gebliebene Teil bereits Verstärkung.



Früher gab der FSB bekannt, dass heute über 400 ukrainische Soldaten um Asyl in Russland gebeten haben. Die ukrainischen Soldaten wurden über einen humanitären Korridor nach Russland gelassen.

Originalartikel:
http://colonelcassad.livejournal.com/1710653.html

Ukrainische Soldaten: „Wir haben von Russland nicht so ein brüderliches Verhalten erwartet“

Die sich ergebenen ukrainischen Soldaten: „Wir haben von Russland nicht so ein brüderliches Verhalten erwartet“

Der Kommandeur der ukrainischen Einheit, die in der Nacht zum 4. August die Grenze zu Russland überquert hat, erzählte den Journalisten, dass seine Männer während der letzten zwei Wochen praktisch „ohne Munition und Treibstoff kämpfen mussten“. Nach seinen Worten wurde die Entscheidung zur Aufgabe getroffen damit die Soldaten nicht sterben mussten.

Die Entscheidung die Grenze zu überqueren und die Untergebenen zu retten wurde von den Kommandeuren der 72. Brigade und des Staatsgrenzdienstes der Ukraine aufgrund fehlender Munition, Treibstoffs und klarer Befehle des Kommandostabes zur Vorgehensweise im Einkesselungsfall getroffen.

„Ganze zwei Wochen haben wir praktisch ohne Munition und Treibstoff gekämpft. Die Verpflegung reichte ebenfalls nur zwei Wochen. Nicht einmal mehr Trockenfutter hatten wir. Die Leute sind nicht so sehr durch Beschuss, wie durch die Hoffnungslosigkeit ausgelaugt. Ausser des Befehls „Haltet durch“ hat uns das Zentrum mit Nichts geholfen. In der letzten Woche wollten die nicht einmal mehr mit uns reden – die haben uns schon abgeschrieben“ – wird der Kommandeur des Batailons Major Vitalij Dubinjaka zitiert.

Nach seinen Worten  musste die Technik und die Waffen zurück gelassen werden – „Es war wichtiger die Männer zu retten“

Ausser dem Dank, äußerte der Major Vitalij dubinjaka sein ungeheucheltes Erstaunen über das „brüderliche Verhalten“ zu den ukrainischen Soldaten seitens der russischen Seite.

„Ehrlich gesagt haben wir nicht erwartet, dass man sich uns gegenüber so verhält. Brüderlich, kann man sagen. Alle da Oben die uns Befehle geben, lügen dass wir gegen Russland kämpfen. Niemand von den Russen hat uns auch nur schief angesehen – die verstehen, dass wir Geiseln des derzeitigen Schlamassels sind“ – sagt der Kommandeur.

„Man hat uns hier medizinische Hilfe geleistet, die Verwundeten versorgt, zu essen gegeben“ – erzäht er weiter. „Wir haben uns nach einem ganzen Monat endlich waschen können. Man hat uns neue Kleidung gegeben und die Möglichkeit uns zu erholen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die die durch dieses Gemetzel gegangen sind, da kein zweites Mal hin gehen.Ich habe meinen Jungs das Leben gerettet, ich habe ihnen gesagt: sollen die da Oben doch selber kämpfen und eigene Söhne zum sterben schicken. Wir haben genug. Wenn die uns schon abgeschrieben haben, dann sollen sie auch nicht mehr mit uns rechnen“.

Der Kommandeur gab auch zu, dass sich die Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine zu einem echten Bürgerkrieg entwickelt haben.

Ich weiss nicht, wie ich den Müttern meiner gefallenen Soldaten in die Augen sehen soll. Doch ich weiss ganz genau, dass man dieses Bürgergemetzel beenden soll. Ich habe genug von den Tränen der Einheimischen und von den Leiden meiner Soldaten. Wir haben es satt. Hauptsache wir sind am Leben. Um den Rest werden wir uns kümmern, wenn wir zurück sind“ – versprach der Kommandeur.

In der Vergangenen Nacht überquerten mehr als 400 ukrainische Soldaten die russische Grenze. Nachdem sie sich an den russischen Grenzdienst mit der Bitte um Asyl gewandt haben, wurden sie durch einen humanitären Korridor ins Land gelassen. Unter den Männern waren auch Mitarbeiter des ukrainischen Grenzschutzes. Für die Soldaten wurde ein temporäres Aufenthaltslager eingerichtet.

Original
http://russian.rt.com/article/43858