August 3rd, 2014

Nun wird auch am Kaukasus gezündelt.

Im Hintegrund des blutigen Gemetzels in der Ukraine, ist der Kaukasus in Flammen aufgegangen. Der Konflikt im Bergkarabach schwelte bereits seit mehr als 20 Jahren und entflammte heute erneut, wobei Armenien und Azerbaijan nun am Rande eines richtigen Krieges stehen, in dem Panzer, Mehrfachraketenwerfsysteme, Artillerie, Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt werden.


  1. Kampfhandlungen begannen, wie so oft, mit Scharmützel an der Grenze, wobei beide Seiten fest behaupten, die Anderen hätten zuerst geschossen.

  2. Auf beiden Seiten gibt es bereits etwa 10-20 getötete Soldaten.

  3. Azerbaijan ist bereits dabei die Armenischen Stellungen aus Mehrfachraketenwerfern zu beschiessen. An der Grenze werden Panzereinheiten konzentriert, Luftwaffe ist in Alarmbereitschaft versetzt worden.

  4. Azerbaijanischen Massenmedien drehen fleißig am Kriegshysterie-Rad, um die Bevölkerung auf den möglichen Krieg vorzubereiten.

  5. Militärisch gesehen, ist die Azerbaijanische Armee stärker. Sie hat mehr Militärtechnik und Soldaten. Die Armee ist mit moderneren Waffen ausgerüstet, da Azerbaijan für die Armee viel mehr geld ausgegeben hat, als Armenien, das im Falle eines Krieges auf Hilfe aus Russland hofft.

Im Großen und Ganzen bewegt sich Azerbaijan, das schon lange militärisch mit den USA kooperiert, aktiv auf einen neuen Kaukasus-Krieg zu, der sehr unangenehm für Russland wäre. Die Sache ist die, dass Armenien, als Mitglied des OVKS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit) Russland um Hilfe bitten könnte, worauf Russland entweder in den Krieg gegen Azerbaijan hineingezogen werden würde, oder Armenien im Stich lassen müsste, mit allen sich daraus ergebenden Folgen. Das ist genau die gleiche Pattsituation wie in Donbass.

Russland wird selbstverständlich versuchen den Konflikt mit diplomatischen Mitteln zu lösen und sich dabei auf die in Armenien stationierten Russischen Kräfte stützen. Aber dieser Konflikt wird Russland erheblichen Schaden zufügen, unabhängig davon welche Verhaltungslinie es wählt: Unterstützung für Armenien würde einen Verlust des russischen Einflusses in Azerbaijan bedeuten, zugunsten der Amerikaner. Verweigerung der Unterstützung für Armenien würde dem Image der Russischen Föderation, die einen militärischen Verbündeten im Stich gelassen hat, einen gewaltigen Schaden zufügen. Ausserdem wird der Flüchtlingsstrom aus beiden Ländern die wachsende Entropie in russischen südichen Grenregionen, die auch jetzt schon unstabil sind, zusätzlich erhöhen.

Offensichtlich ist dieser Konflikt nicht einfach so gerde jetzt entflammt. USA zündeln gerade offen an den Grenzen der Russischen Föderation und der Kaukasus wird dabei nicht die letzte Station bleiben. Als Nächstes kommt das Mittlere Asien, am wahrscheinlichsten – Kazachstan.



Azerbaijan beschiesst Stellungen der selbsternannten Republik Bergkarabach aus Maschienengewehren und Artilleriegeschützen sowie Mehrfachraketenwerfern.

Das gab der Verteidigungsminister Armeniens bekannt, betonend, dass dieses Vorgehen vollumfassende Kriegshandlungen in der Region zur Folge haben könnte.
„Gegen die Stellungen der Armenischen Armee werden zur Zeit unterschiedliche Arten von Schuss- und Artilleriewaffen angewandt : Mörser, Granatwerfer, Flakgeschütze und thermobarische Waffen. Im Falle, dass die Azerbaijanische Seite diese Destabilisierungshandlungen nicht einstellt, werden Armenische Streitkräfte gezwungen sein diese ,von jeglicher militärischen Logik freie Handlungen mit aller Härte zu erwidern.“

Unterdessen beschuldigt Azerbaijan die Armenischen „Besatzer“, die im Laufe der letzten drei Tage mehrmals die Grenze verletzt hätten und die Azerbaijanischen Stellungen attackiert hätten, in Entfesseln eines Krieges. Bei den Angriffen sollen 8 azerbaijanische Soldaten getötet worden sein. Der Verteidigungsminister unterstrich, dass alle Angriffe abgewährt worden seien und die Armee die Grenze unter vollständiger Kontrolle habe. Man gibt ebenfalls an: „Für die getöteten Soldaten werden wir Rache üben“. An der gesamten Grenze werden, auf Befehl des Verteidigungsministers Zakir Gasanov, Panzereinheiten und schwere gepanzerte Fahrzeuge konzentriert. „Zakir Gasanov hält ständigen Kontakt mit der Front, kontrolliert die Situation und gibt Anweisungen“.

Spannungen zwischen Azerbaijan und Armenien in der Region Bergkarabach dauern seit 1991 an, als die Bewohner des Bergkarabach mit Unterstützung Armeniens einen Aufstand organisierten und von Azerbaijan unabhängig wurden. Seitdem flammt in der Grenzregion immer wieder Gewalt auf.

Man sollte noch anmerken, dass Armenien in letzer Zeit seine Kontakte zu Russland massiv intensiviert hat. Unter anderem äußerte man den Wunsch der Zollunion beizutreten.

Originalartikel:
http://maxpark.com/community/5325/content/2897510