July 23rd, 2014

Berichte von der Donbassfront vom 23.07.2014

DVR

Gorlovka-Donezk
Bei den Kämpfen zwischen dem 21. und dem 23. Juli wurden vom Gegner Dzerzsinks, Karlovka, Marinka und Netailovo eingenommen. Die Bürgermilizen wurden in Donetzker Wohngebiete zurückgedrängt. Teilweise wurde Donezker Flughafen deblockiert, wo die Junta davor hohe Verluste erleiden musste. Die Bürgermilizen erwarten hier einen erneuten Angriff. Alle Kräfte wurden mobilisiert. Die Junta wird 1-2 Tage brauchen um ihre Kräfte neu zu formieren, Artillerie nach zu ziehen und einen erneuten Angriff zur Einkesselung von Donezk und Gorlovka zu starten. Die Stadt wird weiterhin beschossen. Dieser Beschuss trägt vor allem Terrorcharakter. Auf seiten der Milizen sind alle verfügbaren Reserven im Einsatz. Junta hat ebenfalls fast alle verfügbaren Kräfte in den Kampf geworfen. Trotz erklärter Mobilisierung verfügt die ukrainische Armee (noch) nicht über eine strategische Reserve. Im Laufe des Rückzuges führen Bürgermilizen weitere Sabotageangriffe durch. Heute griffen ein oder zwei Einheiten den Feind in Dzerzsinks an, was einen erneuten Kampf in der Stadt zur Folge hatte. Auch wurden Blockposten der ukrainischen Armee beschossen.

Lisitschansker Vorsprung

Gestern wurden die Hauptverteidigungskräfte, angeführt von Mozgowoj, aus Lisitschansk in Richtung Altschewsk abgezogen. Zurück blieben in Lisitschansk und Severodonezk nur kleine Verteidigungseinheiten (etwa 300-400 Mann in Lisitschansk). In Severodonezk finden zur Zeit Scharmützel mit der ukrainischen Armee statt. Lisitschansk konnte heute, mit Hilfe der Verstärkung aus Lugansk, zum großen Teil wieder zurückerobert werden. Das Stadtzentrum ist fest in der Hand der Volksmilizen die regelmäßig die Stellungen des Gegners mit Artillerie bearbeitet. Junta's Infanterie musste sich in die Vororte zurück ziehen und weicht einem direkten Kampf aus.

Beschreibung des Kampfes (Augenzeuge):
"Als Mozgowoj gestern abend den Rückzug aus Lisitschansk befahl (ausser einigen Einheiten die zur Sicherung zurückbleiben mussten), und Bolotow (Oberkommandeur von Lugansk) mit seinen Leuten immer noch nicht zum unterstützenden Angriff übergegangen ist - da habe ich gewarnt, dass man dem nicht aufs Wort hätte trauen sollen. Es ist nicht nur eine militärische Schlacht, sondern auch eine Nachrichtentechnische. In der Nacht wird Mozgowoj in die Stadt zurückkehren. Genau so ist es auch passiert. Die Milizen haben bereits bekannt gegeben, dass die Kontrolle über die Stadt wieder hergestellt werden konnte. Wie ein Kommandeur erzählt hat, wurden Artilleriestellungen des Gegners zerstört, so dass der dauernde Beschuss der Stadt aufgehört hat."


Strassenlage

Die Kontrolle über Debaltzevo und Rückzug der Einheiten von Mozgowoj nach Altschevka, hilft die Kontrolle über die wichtige Verbindungsstrasse zwischen DVR und LVR zu festigen. Die Hauptgefahr geht von den Ukrainischen Truppen bei Lutugino auf dem Gebiet der Lugansker Volkswehr aus. Immer noch frei ist die Strasse über Antrazit und Torez, obwohl deren Kapazitäten und Länge zu wünschen übrig lassen. Sie bleibt eine Reserve im Falle wenn die Strasse über Debalzewo nicht gehalten werden kann.

LVR

Lugansk
Die Kämpfe westlich und norwestlich von Lugansk um die Kontrolle der Verbindungsstrasse nach DVR dauern an.Beide Seiten kämpfen mit Panzern und Raketenwerfern um den Strassenabschnitt bei Lutugino. In den anliegenden Dörfern, wie Roskoshnoje, finden Stellungskämpfe statt ohne definitive Ergebnisse. Einen stabilen Korridor zum Lugansker Flughafen zu schlagen, vermochte die Junta nicht. Abzug von Truppenteilen in Richtung Lisitschansk hat die Angriffsmöglichkeiten der Junta erheblich geschwächt, deswegen ist die Situation in LVR zur Zeit relativ stabil.
Die Stadt steht systematisch unter Artilleriebeschuss. Dieser Beschuss hat auch hier eher einen terrorisierenden Charakter als einen militärischen. Nach der Eliminierung zweier Sabotageeinheiten des Feindes ist die Situation in Lugansk ruhiger geworden. Das hat es letztendlich Bolotow ermöglicht Verstärkung nach Lisitschansk zu schicken.

Der südliche Kessel

Armeeeinheiten der Junta sind immer noch eingekesselt. Das sind 79, 24 und die Reste der 72 Brigaden + Reste des Batallions Shachtersk. Der Flaschenhals bei Marinovka, der von uns gehalten wird, steht schon seit Tagen unter ständigen Angriffen der Junta, kann aber gehalten werden. Währenddessen versuchen die Milizen den Kessen zusammen zu ziehen. Da nicht genug Kräfte da sind, haben die Kämpfe hier jedoch eher Positionscharakter und führen nicht zur Vernichtung der eingschlossenen Einheiten. Deren einzige Hoffnung ist, dass die andere Armeeeinheiten bei Marinovka durchbrechen, oder sich die Situation an anderen Fronten ändert. Wenn die Milizen es schaffen den Lugansker Flughafen einzunehmen und die Front im Westen zu stabilisieren, dann werden wieder Kräfte frei den Eingekesselten endlich den Garaus zu machen. Die Situation hier kann man als unstabil ausgeglichen beschreiben.

Über die Kämpfe bei Kozsevnja, den mal die einen mal die anderen erobern (Augenzeuge):
"Gestern gab es einen Sturmangriff auf Kozsevnja, Dubrovka und Tschervona Zarja. Teingenommen haben die Einheiten von Strelkov, "Oplot" und Batallion Stepj. Kozsevnja konnten wir gestern vom Feind wieder befreien. Zumindest den Ort selbst und die Flussüberführung. Nach meiner Information konnte heute auch Dubrovka eingenommen werden. Die Verteidigungslinien des Gegners liegen nun näher zur Grenze (zu Russland). Da gibt es Blockposten, Betonbunker, Feldbunker, Artillerie. Ich denke das ist nur eine Frage der Zeit die einzunehmen. Heute oder morgen."

Über einen Kampf mit Panzerbeteiligung bei Kozsevnja vom 22 Juli.
"Verletzt, aber am Leben ..."
Hat Funkkontakt aus Donezk aufgenommen.
"Wir haben einen 7 minütigen Zweikampf gegen zwei ukrofaschistische Panzer geführt. Sehr ungleiche Kräfte. Ein Geschoss ging glatt durch meinen Schützenpanzer durch. Aber das Fahrzeug und die Besatzung konnte ich retten. Alle haben was abbekommen, sind aber am Leben. Ausser eines Soldaten der mit uns fahren wollte um Verletzte abzuholen.
Diese gestrige Schlacht bei Kozsevnja, wäre fast meine letzte geworden"


7 Minuten mit einem BMP gegen zwei Panzer, das ist hart.

Eine SU-25 wurde bei Dimitrievka abgeschossen. Heute hat Junta zwei davon verloren. Obwohl nach eigenen Angaben nur eine abgeschossen und die anderen nur schwer beschädigt sein soll.
Insgesamt scheint die Junta seit dem Beginn der Kampfhandlungen 12 Flugzeuge verloren zu haben.
http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/3106-vsplyvaet-lozh-hunty-o-kolichestve-sbityh-samoletov.html


Von Strelkov.
http://summer56.livejournal.com/188309.html

23 Juli 2014. 10:54

"Zum Morgen hat der Gegner unsere Truppen aus Tschernovaja Zarja und Kozsevnja "hinausgepresst". Unsere Verluste 2 Panzer, 2 Schützenpanzer, 30 Verwundete. Das Kräfteverhältnis ist sehr ungleich.

11:41

In der Morgendämmerung konnte unser Aufklärungsbatallion Dibrovka einnehmen. Der Kampf dort geht weiter, da die Anhähen immer noch in der Hand des Gegners sind. DIe Ukrainer nutzen die alten deutschen Verteidigungsbauten aus dem zweiten Weltkrieg voll aus. Unter anderem sehr gut erhaltene Betonbunker und Schutzvorrichtungen"

Es gibt Meldungen, Lisitschansk zurückerobert werden konnte (Interfax.ru). Keine Verbindung zu Mozgowoj, deswegen kein Kommentar.

14:02

Der Kampf bei Marinovka dauert an. Unsere Jungs stehen gut bei Dubrowka und attackieren in Richtung Westen und Südwesten. Unsere Artillerie feuert auf Feindformationen bei Grigorievka und am Zollterminal "Marinovka". Dort konzentrieren sich zur Zeit Mißgeburten von "Azov" und noch irgend welcher nationalistischer Abschaum.

Über Saur-Mogila wurde ein Jagdflugzeug abgeschossen. Der Pilot konnte sich retten. Ein weiteres Flugzeug wahrscheinlich beschädigt.

Am Morgen hat unser Diversionstrupp ein Blockposten des Gegners bei Starobeshevo atackiert. Es konnte eine ЗУ-23-2 (Flugabwehrkanone) "herausgelockt" werden und deren Besatzung gehörig durchzaust werden. Zwei getötete sind sicher, vermutlich noch weitere 3 verletzt. Auf unserer Seite ein Verletzter (in die Hand).

19:21

Bezle's Leute konnten einen Angriff auf Gorlovka aus Richtung Uglegorska zurückschlagen. Ein Panzer wurde vernichtet. Nach weiteren Angaben soll es gerade einen Kampf um Debaltzevo geben.

Einheiten der Nationalgarde haben mit einem Überraschungsangriff den Ort Blagodatnoje, nördlich von Amwrosievka überrant.

Bei Marinovka und Dibrovka dauern die Kämpfe an.

20:42

Einheten des 2. Slavjansker Batallions jagten die Nationalgarde genau so schnel wieder aus Blagodatnoje hinaus wie sie da reingekommen ist.

Es gibt Berichte, dass die 79. Brigade aus Nikolaew vollständig vernichtet wurde (1200 Mann).

"Wer hat sie gezählt. Ich glaube nicht, dass die ganze 79. Brigade vollständig vernichtet werden konnte. DIe Rede ist eher von einer teilweisen Vernichtung. Die ukrainischen Einheiten sind alle bunt durch einander gemischt und kämpfen an vielen Fronten. "

Bei uns dauern die Verteidigungskämpfe an. Der Feind hat immer noch ein starkes Übergewicht in Mannschaftsstärke. Bei der Technik beginnt jeder Vergleich bei einem Verhältnis von mindestens 10 zu 1.

24 Juli 2014  01:33

Bei Marinovka und Dubrovka dauern die Kämpfe an. Unsere Artillerie beschiesst die gegnerischen Einheiten. Beim Zollterminal "Marinovka" und bei den Orten Tarani und Grigorievka - zahlrache Feuer - es brennen Fahrzeuge und Panzer der ukrainischen Armee. Artilleriefeuer der Gegnerseits ist praktisch zum erliegen gekommen.

Unsere Verluste bei Marinovka , Kozsevnja un Dubrovka von Gestern und Heute betragen etwa 50 Mann (haupsächlich verwundet), 2 Panzer, 3 Schützenpaner. Eine Handverletzung musste gestern der stellvertretende Innenminister von DVR A. Zacharenko erleien, der die Attacke auf Kozsevnja persönlich angeführt hat.

Verluste des Gegners sind mehrfach höher als unsere. Besonders viele getötet. Schwere verluste wurden dem frisch angekommenen Batallion "Azow" zugefügt. Der Feind ist stark demoralisiert, klammert sich jedoch immer noch an den "Korridor" der inzwischen nur noch maximal 1 Km breit st und nicht mehr zum Nachschub der eingekesselten Einheiten taugt, weil der Fluß Mius nicht mehr überquert werden kann.

Zwischen Konstantinovka und Novomichailovka wurden gestern 2 Lastwagen mit Infanterie des Gegners in die Luft gejagt. Gestern wurde an der selben Stelle ein Mehrfachraketenwerfer des Feindes vernichtet, der gerade dabei war sich zum Beschuss der Stadt zu positionieren.

Bei Iglovaisk war eine Attacke des Gegners auf unsere Einheiten erfolgreich. Wegen Sorglosigkeit einiger Kommandeure wurden 3 Mann getötet und 2 weitere Rekruten verwundet. Eine weiter auf diesem Segment stattgefundene Attacke des Gegeners konnte, mit gegnerischen Verlusten, abgewehrt werden. Schätungsweise kostete dieser Angriff dem Gegner 7 Mann getötet und noch ungefähr so viele verwundet.

Die Kämpfe um Blagodatnoje (nürdlich von Amwrosievka) dauern an. Es gab eine erneute Attacke des Gegners mit 4 Panzern und 4 gepanzerten Fahrzeugen. Ein gepanzertes Fahzeug konnte im Laufe des Kampfes zerstört werden. Der Erfahrene Kommandeur setzte erfolgriech die vorgeschriebene Taktik ein, bei dir unsere Einheiten dem direkten Vertiedigen der Blockposten ausweichen, wenn der Gegner in Überzahl ist. Statt dessen wird dem Angreifer ein Kampf in der Stadt oder in dicht bewachsenen Gegend aufgezwunfen. Der Augenmerk wird dabei auf die Vernichtung der Infanterie gelegt. Sehr oft reagiert der Gegener sehr nervös auf solches Vorgehen und tritt den Rückzug an. Wie es heute ausgeht wird die Nacht zeigen.

Weder in Gorlovka noch in Debaltzevo kam der Feind vorwärts. Dank dem rechtzeitigen Rückzug aus Lisitschansk der Einheiten von Mozgowoj, konnte der Gegener das Dreieck Perwomajsk-Stachanow-Altschevsk, wo vorher nur sehr geringe Kräfte stationiert waren, nicht einnehmen. Jetzt ist die Nationalgarde gezwungen hier schwere Kämpfe zu führen. Mozgowoj hat das Wichtigste getan - durch sein Manöver hat er die bis dahin praktisch "nackte" Frontstelle gesichert. Der Befehl zum Rückzug kam direkt von mir und wurde einwandfrei ausgeführt, trotzt aller Einwände.
Andererseits möchte ich hier den Mut und opferbereitschaft der Einheiten vom Kommandeur "Leschij" hervorheben, die bereits seit zwei Tagen mit sehr geringen Kräften die Verteidigung von Lisitschansk organisieren und dabei die Zeit für die Neuformierung der Hauptkräfte gewinnen. Ich hoffe die werden sich rechtzeitig durch die gegnerischen Linien zurückschlagen können.


Frontlinien vom 11 bis zum 23 Juli