July 19th, 2014

Pressekonferenz von Igor Strelkov vom 18.07.2014

Originalartikel: http://summer56.livejournal.com/181101.html

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"Viel Gück Ihnen Igor Ivanovitsch, Gott und Gerechtigkeit sind mit Ihnen!!!"

Lieber hätte ich noch ein Paar schwere Artilleriedivisionen und ein paar Dutzend Panzer. Mit denen, und auch mit Gott und Gerechtigkeit, wäre der Kampf ungleich leichter. Träume, Träume.

- Über die Kräfte der ukrainischen Truppen bei Elenovka:

"Ja die gibt es dort. Panzer und viel Artillerie in großen Mengen"

"Igor Ivanovitsch wie sieht es in Lugansk aus? Es wird geschrieben, dass die Ukrainer auf Altschevsk und Popasnoje vorrücken?"

"Bei Popasnoje rückt niemand vor, obwohl der Artilleriebeschuss in der Tat sehr intensiv ist. Das Gleiche bei Lisitschansk. Beschossen werden Industriegebiete und Wohnviertel ( anders als bei der Boeing schreibt aber niemand darüber ). Die Situation mit der abgeschossenen Boeing ( unabhängig davon wer das Flugzeug letztendlich abgecshossen hat) hat die Chancen auf russische Hilfe sehr stark sinken lassen. Und hat umgekehrt die Besatzungstruppen einen entscheidenen Schritt dem NATO Einsatz näher gebracht. Das gleiche Bild wie in Bosnien 1992-1993, als Miloschewitsch es nicht gewagt hat, den serbischen Milizen militärische Hilfe zu leisten. An die Finale können sich alle erinnern. Der Präsident stirbt eines vorzeitigen Todes im Gefängnis und Serbien ist gedemütigt und zerschnitten bis zum geht nicht mehr. "

- "Igor Ivanovitsch, hat sich die Situation um die Boeing auf die Moral der Jungs ausgewirkt?"

"Wieso denn? Erstens, glaubt hier niemand, dass es unsere Leute waren. Zweitens, alle sind davon überzeugt, dass es die Ukrainer waren. Von denen wird mittlerweile jede Widerlichkeit erwartet. Drittens, mit der Geopolitik halten es die Menschen in Schützengräben nicht so. Mögliche Folgen einer sauber durchgeführten Provokation werden sie erst viel später spühren. Wenn es welche geben sollte."

- Kommentar zu den heutigen Behauptungen auf der Versammlung des Sicherheitsrates, dass die Russen 50 Panzer übergeben hätten

"Habe ich leider nichts gemerkt. Aber sogar wenn das Wahr wäre - was sind 50 Panzer gegen 700-800 ukrainische? Unter Berücksichtigung praktischen Abwesenheit von Pakartillerie und mit nur sehr wenig schwerer Artillerie, eigentlich nur eine symbolische Hilfe. "

Igor Strelkov vom 19.07

Originalartikel:
http://summer56.livejournal.com/181513.html

Zuerst die Zusammenfassung des Tages von Igor Ivanovitsch (Strelkov)
am 19.7.2014 um 02:19

"Heute hatten wir es etwas leichter. In Marinovka sind zwei unsere Leute in ein ukrainisches Mienenfeld gelaufen und getötet worden. Zudem haben wir einen Verletzten. Sonst keine weiteren Verluste.

Bei Ostroe (südlicher Kucharovo) wurde von unserem Spähtrupp ein Blockposten attackiert. Ein BTR (Schützenpanzer) wurde vernichtet.


Der Flughafen wurde aus Granatenwerfern beschossen. Es gab dort eine riesige Detonation. Ob diese Detonation eine Folge des Beschusses war, oder die ukrainische Armee vor einer möglichen Flucht die Munition vernichtet, ist nicht bekannt.

An die Stadt anliegende Siedlungen Peski und Andreewka wurden aus GRAD (Mehrfachraketenwerfer) und Panzern beschossen. Motorisierte Sicherungseinheiten (je 4 Panzer) besetzten Dörfer Tonenjkoe und Severnij (nordwestlich des Flughafens). Beide Dörfer wurden vorher intensiv aus Mehrfachraketenwerfern beschossen. Es gibt Verluste unter Zivilbevölkerung.

Über Lugansk habe ich keine verlässlichen Informationen.



- Der Umgebungskarte nach zu urteilen ist es bereits ganz nah am Flughafen. Von dieser Position aus könnte man Karlowka abschneiden, oder den Flughafen deblokieren. Man schrieb heute, Donezker Flughafen sei die ganze Zeit von Transportmaschinen angeflogen worden. Ist das wahr?

Nun, wenn man 120mm Granatengeschosse als Flugzeuge deklariert, dann ja, sind geflogen.

Weitere Meldung um 11:01

Jubelmeldungen.., die haben wir so satt. "Die Bürgermilizen siegen!!!". Ja ja. Es wiederholt sich das gleiche wie bei Slavjansk (aber in viel größerer Dimension) - der Feind rückt Schritt für Schritt vor, schneidet unsere Kommunikationswege ab, und auf Twitter kommen die Meldungen "alles super".

Gestern hat der Feind unseren letzten Hauptverbindungsweg zwischen Donezk und Lugansk, und somit zu Russland, abgeschnitten. Stützpunkte des Feindes befinden sich nun in Beloje und Veselaja Tarasovka. Dort graben sie zur Zeit dutzende Panzer in den Grund ein um die Möglichkeit eines Durchbruches unsererseits zu minimieren.

Es fängt gleich wieder in allein Interentressourcen das Gerede an: " Igor Ivanovitsch ist wieder traurig", mit Augenzwinkern, dass alles gar nicht so schlecht sei. Es ist alles sehr schlecht. Taktische Gewinne an Nebenfronten können die Verluste an strategischen Stellen nicht wettmachen. Aufgabe von Belij und Veselaja Tarasovka - das sind nach unseren Masstäben strategische Niederlagen. Zur Zeit schneidet man uns von der Grenze ab, und damit von jedem Nahschub.

In der Nacht errictete der Feind zwichen Tonenjkoe und Donezker Flughafen sieben Abwehrstellungen mit je 5-7 Panzer.

Gerade wurden unsere Stellungen auf Saur-Mogila aus der Luft schwer bombardiert. Wir wissen nocht nicht wie es ausgegangen ist. Die Boeing wird von den Ukrainer voll ausgenutzt. Die ukrainische Luftwaffe macht in der Luft was sie will.

Bei Grigorievka wurde von uns eine Kolonne des Feindes angegriffen. Mit noch unklaren Resultaten..

- Auf den Vorschlag generelle Mobilmachung auszurufen, sagte Strelkov :

Die Gewehre, Kleidung, Schuhe, Transport, Gehälter und Verpflegung und noch tausend andere notwendige Sachen kriege ich dann direkt von Ihnen?. Wir können nicht mal alle Freiwilligen mit Waffen ausstatten, und Sie sagen Mobilmachung.

- Wieso fliegt die ukrainische Luftwaffe zur Zeit so frei? Fehlt es an militerischen Mitteln oder politischem Willen?

An beidem.

- Was heisst es, dass sie von der Grenze abgeschnitten werden? Heißt es, dass die Frontlinien dann zu lange werden, um sie mit den vorhanenen Mitteln verteidigen zu können?

Ich sage nur eines. Allein mit passiver Verteidigung und Rückzügen gewinnt man keine Kriege. Mit jedem verlorenen Gebiet schwienden unsere Ressourcen und steigen die Zahlen der Desertiere. Das einerseits. Andererseits steigt die Beschussdichte der feindlichen Artillerie. Übrigens, Amvrosievka ist schon lange fest in der Hand des Feindes.

- Es gibt Meldungen über Zwangseinzug in die ukrainische Armee. In Jasnogorka und Kramatorsk. Alle zwischen 18-50 werden eingefangen und eingezogen.

Soo. Jetzt haben die es. Nun in den Kampf gegen uns. Was hätten sie den erwartet?

Später gab Igor Ivanovitsch Kommentar zu den Meldungen über Einkesselung und Vernichtung des Feindes und Hoffnung auf baldigen Krach der Junta.

Die Hoffnungen waren umsonst. Junta spielt geschickt Schwäche und bereitschaft zu Verhandlungen vor. In der Realität haben wir aber steigende Konzentration der Truppenstärke. Und Kämpfen wollen sie bis zum siegreichen Schluss. Um nach der Niederschlagung der Bürgermilizen mit erfahrenen und siegreichen Armee gegen die Krim zu ziehen.

Um 16:26
Nach den letzten Meldungen gibt es in Jubilejnij bei Lugansk schwere Zusammenstöße. Der Panzerstosstrup des Feindes erreichte die Verbindungsstrasse Lugansk - Krasnij Lutsch. Noch ein ein Nachschubweg abgeschnitten.

In Lisitschansk ist die Gruppe um Mozgowoj unter Einkesselungsgefahr.

Bei uns konzentriert der Feind seine Kräfte zum Korridor bei Marinovka. Die 51. Brigade ist im Anzug. Heute tauchte bei uns ein Schützenpanzer der 72 Brigade vor unseren Stellungen. Trotz zwei Treffen konnten sie entkommen. Doch konnten wir zwei "vom Board" holen. Einer getötet, der andere Verwundet und gefangen genommen. Einer aus deк 1. Kampanie des 1. Batallions des 72. Brigade. Er sagt, dass die meisten bei denen sich sicher sind, dass sie bald gewinnen.

Marinovka wird vom Feind mit Artillerie beschossen. Wir beschiessen dagegen Feindesstellungen bei Grigorievka. An den übrigen Stellungen gibt es Schusswechsel.

- Igor Ivanovitsch. die (ukrainische Armee) spazieren zur Zeit durch Jagnogorka mit Maschinengewehren und zwingen alle an die Front zu gehen. Warum haben Sie das nicht gemacht? Sollen sie Donezk einnehmen, werden sie es genau so für den Angriff auf die Krim machen. Was meinen Sie?

- Wir waren dort um die Bevölkerung zu beschützen, nicht um die Menschen in den Kampf für uns, "die Guten" zu zwingen.