July 17th, 2014

Zusammenfassung vom 17.07.2014

Aktuelle Lage laut Strelkov. Originalartikel:
http://summer56.livejournal.com/179853.html

"Um 4 Uhr früh bei Metallist wurde durch unseren Spähtrupp eine befestigte Feindstellung angegriffen. Es gab erhebliche Verluste beim Feind.

Die Kämpfe bei Marinovka gehen unvermindert weiter. Der Feind lässt auf Marinovka, Stepanovka und umliegende Anhöhen Raketen und Geschosse regnen. Leider wird nicht mit Truppen angegriffen. Der Feind spielt seine Überlegenheit in schwerer Artillerie aus. Trotz ernster Verluste können wir die Stellung halten.

Bei Kojevnja, südlicher Dmitrievka bis zur Grenze zu Russland, wurde von unserem Spähtruppt eine stehende Kolonne Ukrainischer Militärfahrzeuge angegriffen. Ein Schützerpanzerwagen wurde zerstört. Eine Pontonbrücke über den Flus Mius wurde durch Artilleriefeuer zerstört, was den aus der Umzingelung auszubrechen versuchenden Feind weiter demoralisierte.

Heute wurde die Stellung der Ukrainischen Armee im Bereich des Zollterminals des Grenzkontrollpostens "Marinovka" mit Artillerie angegriffen. Ein Ergebnisbereicht steht noch aus.

Nach den gestrigen Verlusten (2 abgeschossene Su-25) ist die ukrainische Luftwaffe heute nicht zu sehen.

Zur Situation um das Dorf Serebrjanka (nordöstlich von Seversk) :

Ukrainische Einheiten feuern auf Jeden ind Alles. In Serebrjanka selbst gibt es keine Bürgermilizen, die halten ihre Stellungen in der Umgebung, was die Ukrainer aber nicht zu stören scheint.

Frage an Strelkov: "Im ukrainischen Fernsehen wurde von einem Kessel gesprochen. Konnte er geschlossen werden?"

Antwort: Meinen Sie die hätten uns eingekesselt oder wir sie? Was das betrifft ist bei uns alles Ok. Bei denen schaut es etwas schlechter aus, doch der Kessel ist noch nicht komplett zu. es gibt einen Korridor, etwa 5 km Breit, wo sie über Feldwege fliehen können. Leider haben wir zur Zeit trockenes Wetter.

Nachtrag zur gestrigen Zusammenfassung:

Gestern früh am Morgen wurde durch eine Einheit des Batallions Kalmius eine ukrainische Militärkolonne bei Tonenkoje (Südwestrlich von Donezk) aus dem Hinterhalt angegriffen. 2 Schützenpanzer BMP-2 wurden zerstört, es gab Personenverluste beim Feind. Es konnte ein Funkgerät des Kommandostabes sowie eine Karte erbeutet werden.

Zusammenfassung zur Lage im Südosten vom 17.07.2014

Originalartikel :
http://yurasumy.livejournal.com/117506.html

DNR (Donezker Volksrepublik)

Saur-Mogila südlich von Donezk. Marinovka wurde von Bürgermilizen erobert. Pontonbrücke über Mius wurde zerstört. Es gibt immer noch einen engen, kurvigen Korridor, der von den ukrainischen Truppen zur Flucht genutzt werden kann. Allerdings nur Nachts und längst nicht von Allen. Der Kessel wurde mittlerweile in drei Teile zerschnitten. Diejenigen die den Rückzug zu Kojevnja nicht antreten konnten sind nun bei Birukovo und Provalje blockiert.

Die einzige ukrainische Kolonne, die noch eine Chance hat aus dem Kessel zu entkommen ist die bei Kojevnja. Diese erleidet Tag und Nacht schwere Verluste durch den Beschuss durch Bürgermilizen und Artillerie. Die Zerstörung der Pontonbrücke über Mius macht das Entkommen nichtschwimmender Militärtechnik unmöglich. Diese muss nun einen 10Km langen Umweg über Dmitrievka nehmen. Das bedeutet 10 Km hin 10 km zurück plus 10 km entlang des Saur. Und das unter ständigem Artilleriefeuer der Bürgemilizen, über Mienenfelder vorbei an Hinterhalten. Schwimmende Technik bräuchte nur 10 km, aber das machen sie nicht, weil es für den Rest den Garaus bedeuten würde. Deswegen steckt die Formation derzeit fest.

Gleichzeitig verrsucht die Junta verzweifelt zumindest etwas aus dem Kessel herauszuholen. Dafür wurden alle Kräfte die sich südlich von Donenzk zu einem Angriff formierten nun zum Gebiet um Saur abkommandiert. Doch die Verteidigungslinien der Bürgermilizen an dieser Stelle sind mittlerweile praktisch unüberwindbar. Nach den gestrigen Verlusten (Auf 6 Angriffsflüge 2 abgeschossene Flugzeuge) bleibt die Luftwaffe am Boden. Am Nachmittag haben sie es wieder gewagt, und dabei, nach Angaben der Milizen, bei 2 Angriffsflügen 2 Flugzeuge verloren.

Dafür feuert die ukrainische Artillerie aus allen Rohren. Es wird nicht an Geschossen und Raketen gespart. Doch bis jetzt ohne Erfolg. Deren Taktik ist sehr riskant. Indem alle Kräfte nun zum Saur geschickt werden um den eingekesselten zur Hilfe zu kommen, laufen sie Gefahr in einen neuen Kessel zu geraten, der noch viel schlimmer wäre. Die Bürgermilizen erobert nun die Stellungen im Rücken der Junta (in Kutejnikowo bei Amwrosiewka). Andererseits, ohne Hilfe würden die eingekesselten Einheiten automatisch gezwungen sein sich zu ergeben, da ein Aufgeben der Durchbruchversuche seitens Armeeeinheiten als Signal zur Kapitulation verstanden würde. Das kann sich die Junta nicht leisten. Deswegen wird sie wahrscheinlich versuchen durchzubrechen, auch unter dem Risiko die gesamte Südfront zu verlieren.

Südlich von Donezk: hier ist es derzeit ruhig. Es sieht so aus, als würde die Junta allte verfügbaren Einheiten nach Süden abziehen. Die Milizen haben nichts dagegen, es gibt auch noch andere Probleme.

LVR (Lugansker Volksrepublik)

Das Dreieck (Rubejnoje-Severodonezk-Lisitschansk). Hier gibt es keine Angriffe der Junta mehr (obwohl noch genug Kräfte da wären). Die Milizen fangen an die Verteidigungslinien der Junta zu testen. Heute Nacht wurde ein Artillerieblockposten nahe Staraja Krasnjanka zerstört. Spähtrupps nerven die Besatzer mit ständigen Hinterhalten und dem Vermienen der Feld- und Waldwege. Nach Angaben der Milizen sind in den letzten Tagen 4 ukrainische Panzer durch Mienen zerstört worden. Es sieht so aus als wäre auch hier für die Milizen die Krise vorbei. Sehr wahrscheinlich wird hier von den Milizen ein Angriff vorbereitet. Am meistversprechendsten ist die Richtung Svatovo 35km weiter weg von den aktuellen Stellungen. Durch Eroberung von Svatovo würde praktisch die gesamge Nordfront abgeschnitten. Nachschub für eine große Armeeformation über Feldwege zu organisieren wäre für die Junta sehr schwierig und bei schlechtem Wetter praktisch unmöglich.

Lugansk: Stellungskämpfe. Artilleriefeuer von beiden Seiten.

Schlussfolgerung: die Junta kommt nicht mehr hinterher. Überall. Die Initiative ist fest in der Hand der Bürgermilizen. Der Vorteil der kürzeren Innenwege wird für Überraschungsangriffe ausgenutzt, die die Junta nicht zu parieren schafft. DIe verbliebenen Einheiten der Junta werden hin und her geworfen, wobei Zeit und Munition verloren gehen. Für die Bürgermilizen existieren zur Zeit eine Reihe von vielversprechenden Angriffszielen, die nach dem Zerschlagen der im Süden eingekesselten Einheiten in Angriff genommen werden. Diese Ziele sind vor allem Kommunikationseinrichtungen sowie andere sensible Einrichtungen im Rücken der ukrainischen Armee. Das Dreieck (Lisitschansk-Rubejnoje-Severodonezk) ist hier von entscheidender Bedeutung.

Die Verluste der Junta im südlichen Kessel sind wohl exorbitant (es geht um hunderte). Die Taktik der Milizen besteht hier aus massivem Artilleriefeuer um eigene Leute und Technik zu schonen. Deswegen kann das ganze hier mehrere Tage dauern. Angriffe mit Truppen werden nur durchgeführt wenn absolute Notwendigkeit besteht (wie bei Marinovka).