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Das nächste Transnistrien

Ende September deuten sich langsame die Konturen des zukünftigen nicht anerkannten Staates an.

1. Es ist offensichtlich, dass weder Donezker noch Lugansker Volksrepubliken nicht in die Großukraine zurückkehren werden. Weder als Gesamtkonkglomerat Novorussija, noch einzeln als Teilrepubliken. Sie auf militärischem Wege zurück zu holen kann die Junta, nach den Verlusten in August nicht mehr. Die zur Zeit in den DVR und LVR beschlossene Gesetzte machen klar, dass die Republiken sich auf eine eigenständige (wie es die Abhängigkeit von Russland zulässt) wenn auch nicht international anerkannte Existenz vorbereiten. Der neue Staat soll eigene Wirtschaft, Armee, Polizei, Rechtssystem und so weiter erhalten.

2. Anhaltende Kämpfe bei Schastje, Debaltzewo, Donzeker Flughafen Awdeewka und Mariupol deuten darauf, dass die endgültige Grenzlinie zwischen der Ukraine und dem "Großen Transnistrien" noch nicht festgelegt ist. Stillstand auf bestimmten Frontabschnitten und erhöhte Aktivität auf anderen ist ein Zeichen dafür, dass beide Seiten das von ihr kontrollierte Territorium bis zu einem bestimmten Zeitpunkt so weit wie möglich zu vergrößern, und so viele strategisch wichtige Ortschaften wie es geht zu erobern versuchen. Das Problem zur Zeit liegt darin, dass der überwiegende Teil der Volkswehr die Befreiung des gesamten Territoriums der Donezker und Lugansker Bezirke als das abolute Minimum ansieht. Deswegen stoßen alle Versuche irgend eine Grenzlinie durch dieses Territorium zu ziehen auf erbitterten Widerstand des Novorusssichen Militärs. Diese sabotieren den Waffenstillstand, trotz (erfolgloser) Einflussversuche über die Humanitärhilfe und medialen Drucks auf dessen Anführer, recht erfolgreich ( Verteilung der Hilfe und Steuern der Arbeit des Woentorg sind mit die eizigen Mittel mit denen Russland Einfluss auf die Rebellen ausüben kann. Anm. Übersezter).  Die gleiche Situation kann auch auf der Gegenseite beobachtet werden. Das entstehende "Große Transnistrien" ist zwar nicht das bereits im Frühling gestorbene "Große Neurussland", passt aber doch gar nicht in das faschistische Weltbild der Freiwilligenbataillone, wo man kurz davor steht die Separatisten militärisch zu vernichten. Diese Bataillone veruscht die Ukraine, ählich wie Russland mit den Rebellen auf der anderen Seiten, durch Nachschubsteuerung zu kontrollieren. Besonders "engstirnige" wie Ljaschko und Jarosch werden von den Ukrainischen Massenmedien runtergemacht. Der erste durch Kolomojskis Medienimperium der zweite durch Poroschenkos. Jarosch, der das Meiste von seiner früheren Popularität zusammen mit dem "Rechten Sektor" verloren hat, wird sich wohl in der Rolle des Hauptsündedbocks für das Schiefgehen der ATO wiederfinden, um von Poroschenko und anderen Sponsoren abzulenken.

3. Da es keine öffentlich bekannten Grenzlinien für die Teilung der Ostukraine gibt, bleibt nur zu raten, wo diese im Rahmen der Minsker Vereinbarungen gezogen wurden. Es ist davon auszugehen, dass eine soclhe Trennlinie vereinbart wurde und die Tatsache, dass die Junta ein Teil ihrer Kräfte zurückzieht und die Novorussische Armee ihren Vorwärtsdrang etwas abgebremst hat, spricht dafür, dass versucht wird die Abspaltung des de facto anerkanntes und de juro nicht anerkanntes "Großes Transnistriens" gewiss Minsker Vereinbarungen in Realität umzusetzen.

4. Was ist der Preis für die Junta? Diese gesteht de facto, dass sie nicht in der Lage ist, Donbass militärisch unter die eigene Kontrolle zu bringen und gibt den Kontrollverlust über zwei weitere Regionen des Landes offen zu. De Jure wird deren Eigenständigkeit natürlich nicht anerkannt, doch de Facto verlassen diese Regionen, wie auch Krim, die Ukraine. Ein Angliedern an Russland ist vorerst nicht vorgesehen, so dass es sich um ähnliche Staatsformen handeln dürfte wie Transnistrien, Kosovo, Abhasien oder Südossetien.
Auf der anderen Seite wird dadurch die Junta faktisch als die legitime ukrainische Regierung von Russland anerkannt, behält die Kontrolle über die übrigen Regionen des Landes und einem gewissen Teil Donezker und Lugansker Bezirke und kriegt sogar Unterstützung von Russland um den Winter zu überleben. Die Hoffnung, dass der Winter die Junta erledigen würde, wird leider wegen Unterstützung aus dem Western und Russland nicht wahr werden.

5. Was ist der Preis für Russland? Russland ist gezwungen die Junta als legitime ukrainische Regierung anzuerkennen und sich mit Krim und den zwei östlichen Regionen zufrieden zu geben. Der Rest der Ukraine geht an die USA und deren Marionetten. Der Grund dafür ist nicht die Wohlgesonnenheit gegenüber der Junta oder Angst vor einer militärischen Auseinandersetzung mit deren Armee, sondern der Versuch einer direkten Konfrontatoin mit den USA auszuweichen. Daher die ganzen Aussagen in Richtung USA man sei nicht an einem neuen Kalten Krieg interessiert, man wolle keinen Rüstungswettlauf, dass Russland Frieden möchte und man sich einigen müsse. Das Problem hier ist die Position der USA. Obama gab deutlich zu verstehen, dass das russische Angebot den Konflikt in der Ukraine friedlich beizulegen und sich nach dem Abspalten von Novorussja aus dem Kampf um die Ukraine herauszuhalten für ihn nicht in Frage kommt. Für Obama befindet sich Russland zur Zeit auf der Stufe zwischen Ebola und ISIS. Er machte damit das gleiche was Reagan seinerzeit auch machte, indem er UdSSR als ein "Imperium des Bösen" brandmarkte. Man versucht Russland damit international zu isolieren und stellt Bedienungen zur Kapitulation - Abkehr von der unabhängigen Politik der letzten Jahre und Unterordnung den US-Amerikanischen Machtansprüchen. Man bietet Putin, als Vertreter Interessen russischer Industrie, einen Weg sich zu Ergeben und sein Gesicht zu wahren. Gleichzeitig bereitet man in Russland die nächste Farbrevolution, indem man einerseits den Oligarchen Versprechen macht und andererseits versucht Stimmung auf der Strasse zu generieren und in die Richtung zu lenken Putin gewaltsam durch eine den USA passendere Person zu ersetzen. Ein geeigneter Kandidat scheint hier Khodorkovsky zu sein.

6. Im großen und ganzen lösen die Minsker Vereinbarungen nicht die Hauptprobleme von Russland und Neurussland. Genauso wenig wie die Konfliktpunkte gegenüber den USA, die offen sagen, dass es ohne Rückkehr der Krim und der vollen Kontrolle der Junta über die Ostukraine keine Nachlässe geben wird und auf Russland weiterhing auf allen Fronten Druck ausgeübt werden wird, von Sanktionen bis zum farbigen Umsturz. Daher wird das weitere Schicksal von Novorossija von der Entwickung zwischen Russland und USA abhängen. In erster Linie davon, wie Russland dem wachsenden ökonomischen und politischem Druck widerstehen kann. Dass dieser Druck wachsen wird, gild als sicher. De facto wird der Krieg gegen Russland geführt, und es wird ihn entweder kämpfen müssen, oder kapitulieren und als einer der Akteure globalen Weltpolitik von der Bühne verschwinden.

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Vor dem "Tag des Jungsten Gerichts". Mariupol bereitet sich auf die Landung Pskower Fallschirmjäger.

Die Kiewer Junta versteht nur zu gut, dass der Verlust von Mariupol seinen Sturz bedeuten würde.

Wirtschaftlich gesehen bedeutet Marupol einen eisfreien Hafen am Azowschen Meer, über den der Hauptteil des Weizenexports läuft, sowie der Import Südafrikanischer Kohle erfolgen soll. Andere ukrainische Häfen sind dafür nicht ausgerüstet. Die Häfen auf der Krim sind weg. Ausserdem ist Mariupol ein wichtes Zentrum der Stahl- und Maschinenbauindustrie.

Militärisch gesehen würde der Verlust von Mariupol einen unvermeidlichen Anschluss südlicher Regionen an Novorussland bedeuten.

Vor diesem Hintergrund besuchten sowohl der Präsident als auch der Sprecher der Rada die Stadt im September. Seitens der Junta wird viel unternommen um die Verteidigung der Stadt zu verstärken. Es werden Verteidigungslinien gebaut und die Truppen mit erfahrenen Soldaten und Militärtechnik verstärkt.

Die Soldaten saufen und marodieren.

Die ukrainischen Massenmedien versuchen die Situation um Mariupol in rosigen Farben darzustellen. Doch nach den Berichten der Stadtbewohner gibt es weder Menschenmassen die Schützengräben graben, noch patriotisch gestimmte unter Nationalsymbolik marschierende Jugendliche.
Die Situation in der Stadt ist angespannt. Sobald es dunkel wird, bleiben die Menschen zu Hause. Der Grund dafür ist das Verhalten der "Stadtbeschützer".

- Vor zwei Tagen wurde von zwei ukrainischen Soldaten am Rande der Stadt ein 15. Jähriger Fahrradfahrer angeschossen und schwer verletzt. Zur Zeit befindet sich das Kind auf der Intensivstation. Massenmedien versuchten den Vorfall der Volkswehr in die Schuhe zu schieben, doch die Einheimischen und die Augenzeugen beschuldigen die Soldaten.

- Letzte Woche wurde von der Armee ein Ehepaar direkt auf der Arbeit verhaftet. Es ist weder bekannt, worin sie beschuldigt werden noch wo sie sich zur Zeit befinden. Zum Glück konnten deren zwei kleine Kinder bei Verwandten untergebracht werden.

- In der Siedlung Volodarskoye saufen die Freiwilligen aus den Bataillonen "Azow" und "Poltawa" ununterbrochen. Nach der nächsten Besäufnis in einem der Cafes machten sie sich an die Verkäuferin ran. Einheimische Männer kamen dazwischen. Das führte zu einer Auseinandesetzung während der das Cafe zerstört und die Männer halb tot geprügelt wurden. Man rief den Bürgermeister an, einige Zeit später kam ein Auto und fuhr die Soldaten in eine unbekannte Richtung. Man sagte, dass die einige Tage später in einem anderen Cafe gesichtet wurden.

Solche Vorfälle sind in Mariupol mittlerweile alltäglich. In Erwartung der Stadterstürmung, greifen die Verteidiger immer öfter zum Alkohol. Es kommt sogar zu Auseinandersetzungen mit Schusswechseln innerhalb der eigenen Truppe. Der Alkoholkonsum steigert sich mit der Dauer der Belagerung kontinuerlich. Besoffen schreien die Soldaten herum sie würden die Stadt von der "Pskower Brigade" verteidigen.

http://www.ruspravda.info/Nakanune-sudnogo-dnya.-V-Mariupole-zhdut-pskovskih-desantnikov-sredi-karateley-vseobshchiy-psihoz-i-pyanstvo-7425.html

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Zakharchenko : Die Nationalgarde nimmt Menschen für den Organhandel auseinander.

"Bei den in der Nähe von Donezk gefundenen Leichen fehlen innere Organe" - so DVR Premierminister Aleksandr Zakharchenko

"Bei einer Untersuchung der Massenbegräbnisse von Zivilisten, die nach dem Rückzug ukrainischer Armee entdeckt wurden, hat sich herausgestellt, dass bei einer großen Anzahl von Körpern die inneren Organe fehlen. Bis jetzt konnte man die Umstände unter denen die Organentnahme durchgeführt wurde nicht ermitteln" - erzählte Zakharchenko.


Foto: RiaNovosti. Michail Woskresenskij.

"Ich habe persönlich zwei solche Fälle gesehen: der Brustkorb war aufgeschnitten gewesen und der Bauch aufgerissen. Das kann entweder ein chirurgischer Eingriff gewesen sein, oder eine Kampfverletzung. Doch sind wir in Besitzt von Informationen wonach die Nationalgarde Gefangene und sogar eigene Verwundete für den Organhandel "ausschlachtet"".

Klarheit erhofft man sich von weiteren medizinischen Untersuchungen. Diese gestalten sich, nach Angaben des Premiers, wegen sehr schlechten Zustands der Leichen äußert schwierig und könnten viel Zeit in Anspruch nehmen.


Foto: Ria Novosti. Valerij Melnikow.

Insgesamt wurden auf dem ehemals von der ukrainischern Armee kontrolliertem Territorium vier Massenbegräbnisse mit Zivilisten und sechs mit ukrainischen Soldaten entdeckt. Zakharchenko ist sich sicher, dass man bei Enakievo, Starobeschevo, Telmanovo und anderen Ortschaften noch viele Solche Gräber finden wird.
"Nicht alle Massengräber können gefunden werden. Manche sind gut versteckt, einige vermient. Das Gesamtbild ist überall gleich: fehldene Köpfe, Schusswunden, abgehackte Körperteile" - so der Premierminister.

Im Juli tauchten Informationen auf, wonach der Kommandeur des Freiwilligen-Bataillons "Donbass" Semen Semenchenko und der Anwalt von Julia Timoschenko Sergej Wlasenko in den Organhandel verwickelt sind.

http://ukraina.ru/news/20140925/1010583691.html

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Giulietto Chiesa über Massenerschiessungen von Zivilisten am Donbass.

Italienischer Journalist Giulietto Chiesa  ist überzeugt, dass man von den Massengräbern der am Donbass erschossenen Zivilisten Nichts in den europäischen Medien hören wird.
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Sollten sich die Meldungen über Massengräber von Zivilisten am Donbass bestätigen, werden sie sicher Explosionspotential haben. Russland sowie Anführer der Volkswehr und Politische Leader von DVR und LVR sollen laut davon sprechen.

Genau so wie die tragischen Ereignisse in Odessa am 2. Mai 2014 hätten diese Ereignisse nicht nur Innenukrainischen sondern globalen Charakter. Es muss unbedingt dazu kommen, dass nicht nur in Russland und am Donbass darüber geredet wird, sondern auch im Europaparlament und dem europäischen Sicherheitsrat. Die OSZE muss darüber reden.

In der Tat erfahren wir nur sehr wenig davon, was in den letzten Monaten am Donbass passiert ist. Was war die Rolle der sogenannten Nationalgarde, die sich sehr aktiv an der Strafaktion im Osten der Ukraine beteiligt hat. Es gibt die furchtbarsten Gerüchte. Die Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung sind offenslichtlich gigantisch.

Die Aussage von Aleksej Pushkov bei der letzten PACE Versammlung - sollten sich seine Angaben bestätigen - ist ein ernst zu nehmender Grund Internationale Ermittlungen zu starten. Diese Ermittlungen dürfen nicht rein Ukrainische Angelegenheit werden, die höchstwahrscheinlich selbst hinter den Ereignissen steckt und die Ermittlungen deswegen zu sabotieren versuchen wird. Das muss eine internationale Angelegenheit werden. Nach der Ereignissen in Odessa hat man klar gesehen, dass die Ukrainische Führung nicht an objektiven Ermittlungen interessiert ist.

Doch gibt es nur wenig Hoffnung, dass es zu solchen Ermittlungen kommen wird, geschweige denn, dass diese zu irgendwelchen Objektiven Schlüssen führen würde. Zurzeit sprechen nur die russischen Medien davon. Europäische Medien schweigen dazu. Die Europäter wissen davon gar nichts und ich kann mit fast 100% Sicherheit behaupten, dass das auch so bleibt. Man wird über die Massenerschiessungen nicht einmal unter Fragezeichen berichten.

Diese Tatsachen werden einfach tot geschwiegen, so wie die Ereignisse in Odessa tot geschwiegen wurden. Ich treffe mich oft mit Menschen. Ein mal war ich auf einem Treffen in Norditalien, wo ich über die Situation in der Ukraine berichtet habe. Von den 400 Menschen die dort anwesend waren hat nicht ein einziger von den Ereignissen in Odessa gehört. Die Selbstzensur in den europäischen Medien ist einfach erschreckend.

Die Menschen fragen sich nicht einmal, wo denn die Ergebnisse der Ermittlungen zum Abschuss der Malaisischen Boeing bleiben. Die Blackboxen befinden sich schon lange in Großbritanien, und es gibt immer noch keine verlässliche Information darüber wer die Maschine abgeschossen hat und welche Information in den Blackboxes tatsächlich steckt. Man hat in der Presse einfach aufgehört darüber zu reden. Deswegen bin ich sehr pessimistisch, dass diese neue Tragödie es in die europäischen Medien schafft.

Es gibt in Europa zweifelsohne erhliche Rechtler die sich wahrscheinlich auf eigene Faust der Sache annehmen werden. Doch wird man sie sicherlich medial isolieren. Die Regierungen werden schweigen und weiterhin ihre Unterstützung für Kiew, den Rechten Sektor und Poroschenko bekunden.

Mann soll und muss versuchen die Sache vor den internationalen Gerichtshof zu bringen, aber auch hier stehen die Chancen auf Erfolg schlecht. Mann muss alles mögliche dafür Unternehmen dass sie Schuldfrage geklärt wird, doch man soll sich nicht selbst täuschen - höchstwahrscheinlich wird Europa dazu schweigen.

http://ukraina.ru/opinions/20140925/1010586074.html

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Die Freiwilligen werden zurückgepfiffen

Nach Aussagen einer Quelle aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium wurde vor zwei Wochen beschlossen alle Freiwilligen-Bataillone von der Front abzuziehen. Es sei die Entscheidung getroffen worden, diese Bataillone weder mit Waffen noch mit Ausrüstung weiter zu versorgen.

Dieser Schritt dient offensichtlich der Erfüllung Minsker Vereinbarungen. Es scheint eine gewisse Grenzlinie zu existieren, deren Verlauf noch nicht öffentlich gemacht wurde und die letztendlich die Grenzen des neu entstehenden Staates definieren wird. Es ist noch nicht klar ob die gesamten Donezker und Lugansker Bezirke darunter fallen, oder nur ein Teil davon.
Die Frewilligen-Bataillone scheinen der Realisierung der Vereinbarungen im Wege zu stehen und werden deswegen abgezogen. Das Vorgehen ist das gleiche wie auch auf der anderen Seite: den in Ungande Gefallenen wird der Nachschub abgeschnitten. Letzendlich bleiben beide Seiten unzufrieden - die Gründe des Konflikts sind nicht behoben, die Ziele nicht erreicht. Diese Gründe und Ziele werden den Verhandlungen auf der höheren Ebene geopfert. Denen zwischen Russland EU und den USA. In solchen Fragen ist Kiewer Junta vollständig von der EU und USA abhängig, Neurussland von Moskau.

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Kämpfer der Volkswehr erzählen warum Donezker Flughafen so schwer einzunehmen ist.

Der Flughafen ist ein Mahnmal Stalinistischer Baukunst. Der sowjetischer Bauweise ist es zu verdanken, dass der Flughafen so schwer einzunehmen ist - so die Rebellen.


"Am Flughafen haben sich nicht die Amateure von den Nazibataillonen sondern richtige Militärs aus den besten Einheiten verschanzt. Von uns erwarten sie nichts gutes, zurecht, und werden deswegen bis zum letzten Mann kämpfen" - so ein Kämpfer.

"An sich ist der Flughafen ein Mahnmal Stalinistischer Baukunst. Alle Kommunikationstunnel unter der Erde sind so konzipiert, dass sie einem Nuklearschlag stand halten können. Alle Systeme sind in doppelter Ausführung vorhanden : Wasserversorgung, Kanalisation, Stromgeneratoren, Lüftung"

"Dort ist so viel Zeug drin, dass diejenigen die sich dort zur Zeit aufhalten keinen Mangel an nichts empfinden. Jeder der von angeblichen dort verhungernden Fallschirmjägern redet lügt. Zu Essen haben die dort mehr als genug. Egal was wir versuchten, wir konnten deren Kommunikationswege nicht unterbrechen. Leider. Das einzige was uns gelungen ist, war einige Ladungen Klärschlamm in deren Wasserversorgungsnetz hineinzupumpen. Wir haben nicht die technischen Möglichkeiten den Flughafen zu erobern. Dort ist alles durchdacht. Bunker, Tunnel. Verluste die wir bei einem normalen Sturm erleiden würden, können wir nicht verantworten. Wir können auch noch so lange mit unseren Mehrfachraketenwerfern und Artillerie daran "kratzen", das bringt alles nichts. Da braucht man andere Sachen als GRAD und D-30..." - so die Volkswehr.

Nach deren Worten werden rund um den Flughafen Scharfschützen und Mörserschützen stationiert. "Der Flughafen ist ein riesiges Problem, das nicht mit einem einfachen Sturm gelöst werden kann. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keine Mittel dieses Problem schnell und effektiv zu lösen".

Gestern abend tauchten in sozialen Neztwerken Gerüchte auf, dass bei Avdeevka gekämpft wird. Ukrainische Massenmedien berichteten heute, dass die Volkswehr auf diesem Wege versucht zum Flughafen durchzubrechen.

Die Novorussische Armee hat keine Belagerungsmaschinerie, sprich: schwere Geschütze mit Thermobarischen Geschossen und Mienenräumer vom Typ УР-77. Eine "Durch die Wand" Lösung würde eine völlige Zerstörung des Flughafengebäudes bedeuten. Machen könnte man es wohl - in dem Kohleförderungsgebiet gibt es genug Sprengstoff und man könnte auch Wege finden ihn zum Flughafen zu bringen, doch man hofft immer noch den Flughafen als solchen zu erhalten. Noch befindet er sich im reparierbaren Zustand, nach einem möglichen Sturm sicherlich nicht mehr.

Der einzige Weg den die Donezker Regierung derzeit gehen kann ist der der Verhandlungen. Man wird dann sicherlich Kompromisse eingehen müssen, doch einen Versuch wert wäre das allemal.

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Kosaken unterstützen LVR

"12  Tausend Donsker Kosaken wollen sich den Streitkräften Lugansker Volksrepublik anschliessen." - das teilte ein Vertreter der Kosaken beim Treffen mit
dem OSZE in Lugansk mit.

Nach seinen Worten hätten sich bei einer Zusammekunft in der Stadt Stahanov mehr als 12.000 Kosaken bereit erklärt sich der Armee Lugansker Volksrepublik anzuschliessen.

Die Anzahl im Donbass kämpfender aussländischer Kämpfer wuchs zuletzt ständig an. Erst vor kurzem folgten fünf serbische Freiwillige dem Beispiel der Franzosen (vor etwa einem Monat) und trafen an der ukrainisch-russischen Grenze bereit zum Kämpfen an.

Nach früheren Berichten entsteht in Novorussiya gerade eine Französisch-Serbische Brigade. Solche gemischten Brigaden zwischen Serben und Franzosen gab es bereits im ersten und zweiten Weltkrieg. Ausserdem wurden in der novorussischen Armee Freiwillige aus Rumänien vereidigt.

In Donezk kämpfen außerdem Freiwillige aus Spanien, Deutschland, Polen, Israel und Großbritanien.

http://ukraina.ru/news/20140923/1010566118.html

donbassfront

Weder Krieg, noch Frieden

Das heute erschienene Dokument über die in Minsk getroffenen Vereinbarungen zog eine Lawine an Interpretationen und Meinungen nach sich.

Die Ukrainische Presse berichtet erst langsam und gemächlich über Poroschenkos "unglaublichen" politischen Sieg, und bringt  als Bestätigung die in Wales erreichten Abmachungen über Lieferungen von Waffen und Militärberatern sowie gemeinsame Militärübungen mit NATO im Schwarzen Meer.

Etwas missstimmig äußern sich Poroschenkos politische Gegner wie z.B. Julia Timoschenko. So sagte ihr ehemaliger Anwalt und heute Abgeordneter Sergej Wlasenko – „Es hat sich das bestätigt, wovon ich bereits am Freitag gesprochen habe. Es gibt kein Abkommen über einen Waffenstillstand mit Putin. In diesem Dokument gibt es keine russischen Verpflichtungen. So ist im Punkt 1. die Rede von einem beidseitigen Waffenstillstand zwischen der Ukraine auf der einen und den DVR+LVR auf der anderen Seite. Also muss Putins reguläre Armee, die auf unser Territorium eingedrungen ist niemandem gar nichts. Das ganze Protokoll bestätigt noch mal, dass Putin nicht der Aggressor ist, sondern ein Vermittler. Deswegen schiessen sie (die russischen Truppen) auch weiter bei Mariupol. Das ist totaler Schwachsinn: gegen eine Seite den Krieg zu führen (gegen Putin) und mit den anderen zu verhandeln und Vereinbarungen zu treffen (DVR und LVR)“

Man kann sich lange die unterschiedlichen Interpretation anschauen, die scheinbaren Nutznießer herausstellen und sich dabei immer weiter von der Wahrheit entfernen. Denn absolut alle Analisten, inklusive der ausländischen, irgend einer politischen Macht unterstehen, die letztendlich bestimmt was geschrieben werden muss.

Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass die am 5. September getroffene Abmachung nicht plötzlich vom heiteren Himmel fiel. Alle 12 Punkte wurden nicht ein und nicht zwei Tage diskutiert. Deren Ausarbeitung, Abstimmung, Billigung durch die Befehlsgeber sowie Veröffentlichung brauchten mindestens eine Woche harter Arbeit. Als Resultat kam der veröffentlichte Kompromiss heraus. Sein Kern ist in erster Linie der Waffenstillstand, der im Wesentlichen von allen Seiten befolgt wird.
Möglich wurde das deswegen, weil alle unmittelbar beteiligten Teilnehmer – Poroschenko, USA, EU, VRL, LVR und Russland das wünschten. Mit dem Ukrainischen Präsidenten ist alles klar – die Armee ist erschöpft und in diversen Kesseln eingesperrt, den Reserven fehlt die Militärtechnik, die Resultate der dritten Welle der Mobilmachung katastrophal. Und das ist noch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass man mit den Neueinberufenen die Löcher in den fast zerschlagenen Einheiten stopfen muss. Die einzige wirklich frische Einheit ist die 1. Freiwilligenbrigade, die bereits seit April zusammengestellt wird und die  nach Mariupol geschickt werden musste, weil dort die Lage katastrophal ist.
Man sollte keiner der kämpfenden Seiten glauben. Um die Einsatzfähigkeiten der ukrainischen Armee und anderer Strukturen einzuschätzen, muss man sich nur daran erinnern, dass der Krieg von einem 100.000 Mann großen Heer begonnen wurde. Diesem Heer traten im Laufe des letzten halben Jahres mehr als ein halbes Hundert Freiwilligenverbände der Nationalgarde und Rechten Sektors, Sondereinheiten der Innensicherheit und sogar ausländische Söldner sowie Militärberater.

Und diese ganze durch USA, NATO und EU unterstützte Armada ist nicht mit der Volkswehr fertig geworden, die nur durch Russland unterstützt wird. Solange von Erfolgen die Rede war, die man auf der Karte zeigen konnte, sprach in Kiew niemand von einem Waffenstillstand. Es lief die „erfolgreiche Offensive“ die bald schon zu einem totalen Sieg führen würde. Anfang August wimmelte es in der ukrainischen Presse nur so von Berichten darüber dass Teile von Lugansk durch die Armee besetzt seien und in Donezk Straßenkämpfe tobten.

Am Ende des Sommers, kaum zwei Wochen später, war die Rede nur noch davon, dass die ukrainischen Truppen bei Mariupol mutig Attacken russischer Aggressoren abwehren. Sogar am 26. August noch, zeigte die Frontkarte des Verteidigungsministeriums umzingelte Donezk und Lugansk sowie Kämpfe um Saur-Mogila den man niemals aufgeben würde.

Zu dieser Zeit wusste die Volkswehr bereits von den in Minsk geplanten Vereinbarungen über den Waffenstillstand. Genau deswegen ist der Grund des Durchbruches Richtung Mariupol am 24. August. Als die ersten Verbände der Volkswehr gen Süden aufbrachen, saßen in ihren Rücken ,eingekesselt in mindestens sieben Kesseln, 5-6 Tausend Mann einsatzfähiger gegnerischer Truppen. Ohne einen garantierten Waffenstillstand, hätte dieses Abenteuer der Volkswehr bei Mariupol mit einer Niederlage der ans Meer gedrückten Einheiten geendet.

Kiew hätte nur gleichzeitig an allen Fronten eine Gegenoffensive starten müssen, um die Kräfte der Volkswehr zu binden, und gleichzeitig die 1. Brigade die Volkswehr bei Mariupol von der Hauptfront abschneiden lassen. Das ist nur deswegen nicht passiert, weil der ukrainischen Armee die Zeit davon läuft. Bereits von Anfang des Krieges läuft die Armee der Volkswehr und Russland hinterher. Egal wie viele Kräfte die nach Donbass auch schicken mag, alle werden sie gewissenhaft von der Volkswehr zermahlen und ausgespuckt.

Man sollte sich die Daten anschauen. Am 4. September war das offizielle Ende der dritte Welle der Mobilmachung. Die Resultate sind geheim, aber Poroschenko lagen die bereits am Abend vor. Was da drin stand, kann man z.B. an den Worten des stellvertretenden Gouberneurs des Kharkower Bezirks ablesen  der sagte: „ Die Stadt Kharkow hat den Plan für die Lieferungen der gepanzerter Fahrzeuge nicht erfüllt. Nicht einmal zu 50%“. Und das ist das größte Industriezentrum unter Kontrolle der Junta.

Zu dieser Zeit sprach Poroschenko bereits mit den NATO Vertretern in Wales, wo ihm Unterstützung durch Berater, sowie Waffenlieferungen aus USA, Frankreich, Italien, Polen und Norwegen versprochen wurde. Praktisch gleichzeitig versicherte man ihm neue Sanktionen gegen Russland einführen zu wollen – man brauche nur eine Pause. Und so billigte Poroschenko der Abmachung von Minsk ein, welche ihm anstelle einer totalen Niederlage einen Zeitgewinn versprach.
Selbstverständlich kannt von einer Selbstständigkeit von DVR und LVR keine Rede sein. Kiew bekommt Zeit um die Kräfte neu zu formieren und aufzustocken, die Militärtechnik zu reparieren und Hilfe von der NATO zu bekommen. Also sind die Vorteile auf den ersten Blick offensichtlich.

Nicht weniger offensichtlich sind die Vorteile für die Republiken. Diese kriegen eine direkt und ungehindert Humanitärhilfe (aller Art)  aus Russland. Und das nun nicht mit Lastwagen zweimal im Monat, sondern über die Schiene und zwar täglich. Hier geht es ums Überleben von mehreren Millionen Menschen, besonders vor dem Winter. Diese Zeit brauchen DVR und LVR um die vereinte Armee der Novorossija endgültig auf die Beine zu stellen, die für erfolgreiche Offensive notwendig ist. Die bereits bestehenden Strukturen in DVR und LVR sind nämlich gar nicht gewillt ihre Macht abzugeben, so dass die Arbeit hier Zeit und Mühe brauchen wird, und somit Pausen an der Front braucht.

Für Russland ist der Waffenstillstand aus taktischer und langfristiger Sicht von Vorteil. Kreml stellt sich vor der Welt als Friedensstifter  dar, der die Verhandlungen ermöglich hat. Auf diese Weise nimmt man dem Weißen Haus die Argumentation, Russland immer weiter unter Druck zu setzen. Dieser taktische Erfolg hilft den bereits schon brüchigen Zusammenhalt von USA und EU, die immer mehr gegen die Eskalation und einen neuen Kalten Krieg gegen Russland ist, immer weiter zu zerbröseln.

Auch für die USA und EU ist dieser Waffenstillstand von Vorteil. Kein Frieden, nur ein Waffenstillstand. Die brauchen keinen Naziputsch in Kiew inklusive Absetzung von Poroschenko. Dann wird man nämlich überhaupt nicht mehr von einer legitimen Macht sprechen und somit jegliche offizielle Hilfe vergessen können. Genau deswegen sind auch die USA bereit, eine Pause zu nehmen. Man braucht Zeit um dem bestehenden Regime unter die Arme zu greifen. Die Europäer sind auch dafür. Denen ist es egal wer in der Ukraine regiert, Hauptsache Öl und Gas aus Russland fließen ungehindert. Russophobe Ukraine ist nur ein Nebenpreis, der ihnen eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Russland ermöglichen würde.

Hier liegt übrigens der Hauptunterschied zwischen USA und EU. Die Amerikaner brauchen eine blutende Ukraine als einen ständigen Zankapfel zwischen Russland und EU, der beide Seiten schwächt. Schwächung der EU, als den Hauptkonkurrenten auf dem Weltmarkt ist ein kaum noch verdecktes Ziel der USA. Wären sie (aber auch die EU) an einer blühenden Ukraine interessiert, hätte man innerhalb der letzten 23. Jahre reale Hilfe leisten können. Und da hätte kein Russland was dagegen tun können. Aber so ist ihnen dieses Territorium im besten Fall egal und benutzt wird es in eigenen Zielen. Waffenstillstand darf sein – Frieden nicht.

Es bleibt die Frage – wer hat denn durch die in Minsk getroffene Abmachung gewonnen?

Gewonnen hat Poroschenko, der nun auf die Hilfe aus dem Westen zählen kann.  Zwar noch rein symbolische – gemeinsames Militärmanöver auf See nächste Woche. Auf versprochene Waffenlieferungen, Berater, Ausbilder und irgendwann auch Geld. Indem er den Nazisten verspricht denen ein Teil der Waffen und des Geldes abzuzwacken, zögert er den unvermeidbaren Staatstreich heraus. Für ihn ist es bereits ein Gewinn es bis zum Endes des Jahres zu schaffen.
Sogar oberflächlich gesehen ist dem Dokument anzumerken, dass es so geschrieben wurde um Poroschenko nicht auszuliefern. Die Führer von DVR und LVR sind nur Namentlich genannt, die gewisse „Dezentralisierung“ der Macht muss durch ein temporäres Gesetzt erfolgen, alle ungesetzlichen Kampfeinheiten müssen entwaffnet und entfernt werden, was scheinbar nicht auf die Nationalgarde und übrige Naziverbände zutrifft.

Die Anhänger von Julia Timoschenko und all den übrigen Nazisten vom Rechten Sektor, Swoboda und sonstigen, haben eine taktische Niederlage erlitten. Die kurz vor den kommenden Wahlen besonders schmerzt. Um ihre Positionen nicht dermaßen zu schwächen, werden sie einen Waffenstillstand bis zu den Wahlen nicht akzeptieren. Eine Stärkung Poroschenkos Position erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nazisten die Wahlen einfach sabotieren werden, um Poroschenkos Leute daran zu hindern in die Rada einzuziehen.

BEwonnen hat Russland. Nicht nur in den Augen der Weltöffentlichkeit. Die Sache ist, dass man den bewaffneten Staatsstreich vom 22 Februar verschlafen hat. Der Erfolg mit der Krim beruhte nur darauf, dass die ganze Bevölkerung nach Russland wollte. Inklusive dort stationierter Ukrainischer Truppen, von denen kaum jemand wieder in die Ukraine zurück gekehrt ist.

Für die Handlungen im Donbass, welcher von Russland offiziell nicht unterstützt wird, musste übereilt eine Hilfsstruktur aufgebaut werden. Es ist innerhalb eines halben Jahres kaum möglich einen effektiven und funktionierenden Mechanismus zu erschaffen, der verlässlich und von allen unbemerkt Hilfsgüter, Kämpfer und Waffen nach Donezk und Lugansk schaffen würde. Dieser Mechanismus ist erst im Entstehen begriffen und braucht Zeit um effektiv arbeiten zu können.
Gewonnen hat auch die Volkswehr. Vor allem deswegen, weil sie für sie unannehmbaren Bedingungen zugestimmt hat. Es ist klar, dass ohne eigene Armee und Russlands Hilfe der Kampf sehr schnell zu Ende sein wird, und jede Vereinbarung über Selbstverwaltung nicht das Papier wert sein wird, auf dem es geschrieben ist.

Die relativ schnelle und kampflose Auflösung der Kessel und eine Verlängerung der Frontlinien bis Mariupol zusammen mit eigen ruhigen Tagen (maximal eine Woche), gibt ihnen die Möglichkeit die Kräfte neu zu sammeln und den Gegner in ungünstige Lage zu bringen. Auf den Inneren Kommunikationswegen entlang der russischen Grenze (nun auch Wasserwegen) kann die Volkswehr ihre Einheiten schnell und versteckt bewegen und dem Feind Überraschungsangriffe abstatten. Poroschenkos Truppen haben ungleich längere Wege und sind alle auf ein Objekt fixiert – Mariupol. Ein Verlust dieser Stadt wird nicht nur Poroschenko den Präsidentensitz kosten, sondern auch sehr ernste Wirtschaftliche Folgen haben – in Mariupol befindet sich Ukraines letzter Kohleverlade-Terminal (im Hafen). Nicht zu sprechen davon, dass dann die nächsten Geldtranchen des IWF in unerreichbare Ferne rücken dürften. Und ohne Geld hat die Junta überhaupt keine Chancen es bis zum nächsten Jahr zu schaffen.

Eigentlich ist das am 5. September unterschriebene Dokument nicht der darum geführten Diskussionen wert. Um die Situation richtig einzuschätzen muss man nur verstehen, dass der Westen, vor allem die USA, strategische Fehler begangen haben. Der erste war, dass man glaubte die Sanktionen würde Russlands Bevölkerung spalten. Doch es kam genau umgekehrt. Putins  Beliebtheit erreichte früher unmögliche Höhen. Der zweite, dass die gemeinsame Front der USA, EU und „der ganzen progressiven Welt“ Putin dazu zwingen könnte, sich mit der Krim zufrieden zu geben und die übrigen Ukraine aufzugeben. Dieser Fehler ist fatal, denn mit diesen Handlung erinnerte man ganz Russland daran, wie wenig die Versprechen die der Westen der UdSSR bezüglich NATO Osterweiterung gegeben hat, wert waren. Man zeigt nun deutlich, dass der verbliebende Teil der Ukraine nicht einfach nur russophob sein wird, sondern der treuste und stärkste Vorposten der USA in Russlands Vorhof. Als Beispiel kann man sogar solche Kleinigkeiten wie Krims Wasser- und Stromversorgung nehmen, welche ein ständiges Problem und Erpressungsgrund bleiben werden.

Weder Russland noch Putin werden je damit einverstanden sein, dass bei Belgorod Raketenbasen, bei Tschuhujiw Luftwaffenbasen und bei Sumy ballistische Raketen stationiert werden. Das ist aber unvermeidlich, wenn man den Status-Quo auch nur für ein Jahr gewähren lässt. Und der ganze Sinn des am 5. September unterschriebenen „Wisches“ besteht ausschließlich darin der Welt zu demonstrieren, dass der Waffenstillstand von Poroschenkos Junta gebrochen wurde, entgegen Russlands Bemühungen.

Das nächste Resultat davon werden erbittertste Kämpfe um Mariupol sein, mit gleichzeitigem Angriff ukrainischer Truppen von Debaltsevo aus mit anschließender Niederlage in Mariupol und nächstem Kessel bei Debatsevo. Genau pünktlich zum Wahlkampf.

Und in zwei Wochen wird sich niemand mehr an das in Minsk unterschriebene Dokument erinnern.
 

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Ukrainisches Khasavyurt

Ich weiss nicht, ob die in MInsk getroffenen Vereinbarungen einen Namen kriegen. Wahrscheinlich nicht. Vielleicht werden sie aber auch "Ukrainisches Khasavyurt" genannt. Und zwar deswegen:

Vereinbarungen die man zu befolgen vorhat, und die vom  Volk angenommen würden, bleiben nie im Verborgenen.
Umgekehrt, solche Vereinbarungen werden im Voraus veröffentlicht, diskutiert und mit Applaus und Schampus unterschrieben.
Das was wir in Minsk gesehen haben erinnert eher an die Vereinbarungen von Khasavyurt in 1996.

Zum genauen Vergleich fehlt der Text des Dokumentes. Halt. Appropo Text. Obwohl bereits unterschrieben ist der Text noch immer nicht veröffentlicht und nirgendwo zu lesen. Überlegen wir uns doch mal wie dieser aussehen könnte.

Das Getue um die "Absprache" vom 3. September zeigt deutlich, dass der Poroschenko derjenige ist, der am Meisten an einer Vereinbarung interessiert war. Umgekehrt sagten die Vertreter von Donbass und Russland unmissverständlich, dass sie die Bedienungen einer solchen Vereinbarung als Sieger bestimmen würden. Das machte Putin mit seinem 7-Punkte plan am gleichen Tag auch. Direkt vor der Unterzeichnung gab die Führung von DVR und LVR an, dass der Abzug ukrainischer Truppen von ihrem Territorium die Grundlage der Vereinbarungen sein würden. Die an der russischen Grenze bereits wartende Instandsetzungsbrigaden und der Hilfskonvoi bestätigen, dass die Verienbarung auf der Basis des 7-Punkte Planes getroffen wurde. Auch die Äußerungen des Prämiers von LVR Plotnizkij lassen darauf schliessen, dass die Ukrainische Seite gewissen Bedienungen zugestimmt hätte. Allem Anschein nach sind dort solche Verpflichtungen enthalten, von denen Poroschenko seiner Armee nicht erzählen kann, ohne den Waffenstillstand zu gefährden. Sonst wäre der Text schon lange veröffentlicht worden.

So wie es aussieht, wird die Abmachung der Herde nur scheibchenweise serviert, um einen Aufstand zu vermeiden. Genau deswegen sagte Kutschma, dass die Abmachung selbst noch gar nicht unterschrieben sei und daran noch einige Tage gearbeitet werden müsse (obwohl früher bereits gesagt wurde die Vereinbarungen enthielten 12 bis 14 Punkte)

Das Einzige was bekannt wurde ist, dass die Gefangenen getauscht werden. Interessant ist, ob auch die als Separatisten verhafteten Aktivisten aus anderen Regionen der Ukraine frei gelassen werden. Wenn ja, wie wird Poroschenko das erklären können? Wenn nein, wie wird die Führung von LVR/DVR das erklären können. Schauen wir mal, wohin das führt.

Bezeichnend ist auch der Hinweis von Poroschenko auf die kommende Dezentralisierung der Macht in Donbass. Wenn er die Ukraine für einig hält, wieso dann eine Dezentralisierung und nur im Donbass? Bereits mit dieser einen Äußerung begräbt Poroschenko die ganze Idee von "Einig Ukraine". Die Herde täuscht sich noch bloß was vor mit der Terminologie.

In seinem 7-Punkte Plan vorderte Putin einen Abzug der Ukrainischen Truppen. Dafür stoppt Novorussija die Offensive. Eigentlich ist es egal wie die Republiken ihr Territorium zurück bekomen. Ohne Krieg wäre es allemal besser. Weniger Zerstörung. Hier wieder eine Frage: Wie wird Poroschenko das seinem Wahlvieh erklären, sollte das tatsächlich im Abkommen drin stehen? Wenn man nach den Aussagen der Republikenvertreter urteilt, dann steht es da drin.

Alles deutet darauf hin, dass dieses Abkommen nur eine Pause ist. Für alle. Und so wie es in Khasavyurt war, wird auch hier das ukrainische Volk dieses Abkommen nicht akzeptieren. Bereits jetzt wird es nur als Feuerpause vor dem nächsten Angriff auf Donbass gesehen. Die Frage ist nur, ob die Ukraine dafür noch Zeit und Kräfte haben wird. Vor dem totalen Zusammenbruch nach Khasavyurt rettete Russland Putin indem er eine starke Vertikale der Macht installierte und die Oligarchenklans dieser Macht unterordnete. Ohne ihn wäre Russland damals zerfallen. Ob es einen solchen Leader in der Ukraine geben wird? Zweifel sind angebracht.

Ob die Vereinbarungen eingehalten werden? Natürlich nicht. Die Frage ist nur, wer und wann sie als erster bricht. In einigen Wochen Novorussija oder in einigen Monaten die Ukraine? Es ist aber auch sehr wahrscheinilch, dass die Ukraine in wenigen Monaten in einem totalen Chaos versinkt und es keinen mehr geben wird um die Vereinbarungen einzuhalten oder zu brechen.

http://yurasumy.livejournal.com/164570.html

donbassfront

Ein ukrainischer Flüchtling erzählt

Einer der ukrainischen politischen Flüchtlinge erzählte, warum er sich dazu entschloss sein Land Richtung Russland zu verlassen.


.......

Unsere Tochter Maria ist schon 7 Jahre alt und am 1. September war ihr erster Schultag. Sie ist in ein einfaches Gymnasium in Moskaus Vorstadt gegangen, wo wir sie noch anzumelden schafften. Zwei Wochen vor Schulanfang. Alles ging ganz einfach - wir kamen zur Direktorin, die sagte - kein Problem, obwohl es fast keine Plätze in den ersten Klassen mehr gäbe, da man auch genug eigene Erstklässer hätte.

Aber da in der Ukraine das passiert ist, was passier ist, so hilft die Regionalverwaltung den Zwangsemigranten da wo sie kann. So verlangte man z.B. nicht sofort alle nötigen Papiere, die in Kiewer Schule liegen blieben in die Maria hätte gehen sollen. Übrigens, alleine an unserem Gymnasium sind wir sechs solcher Flüchtlinge. Eigentlich sind wir keine Flüchtlinge, sondern politische Auswanderer. Unser Haus wurde nicht gebombt, wir lebten fast acht Jahre lang in Kiew, obwohl wir beide - ich und meine Frau, in unseren Pässen Donbasser Registrierung stehen haben. Da kommen wir her.

Das wäre in dem Kiew, das wir verliessen, wenn nicht schon eine Straftat, doch ein garantiertes Problem was die offiziellen Angelegenheiten angeht, sowie schiefe Blicke der davon Wind bekommener "Urkiewer", Lwower und anderer "aufgeklärter" Ukrainier, die in Kiewer heute die Mehrheit stellen.

Wir mussten weg. Es ging nicht nur um Mascha. In den letzten Monaten wurde das Leben in Kiew moralisch unerträglich. Alle Gespräche auf der Strasse, in den Bussen und U-Bahnen - alles schlecht versteckter und manchmal absichtlich zur Schau gestellter Hass.

Ich kann mich noch an die "orangene Revolution" erinnern, als die Leute in Sammeltaxis wegen politischer Meinungsverschiedenheit auf einander los gingen. Jemand war für Yanukowitsch jemant für Yuschtschenko. Heute schlägt man sich nicht mehr, weil fast alle für die "Einig Ukraine" sind, doch man ist bereit jeden zu töten, der ein Wort dagegen sagt. Es ist nur deswegen so ruhig in Kiew, weil viele einfach den Mund halten.

Wir sind in der letzten Zeit nicht mal mehr auf der Strasse spazieren gegangen: Auf dem Kinderspielplatz sitzen Eltern, trinken Bier, spucken die Sonnenblumenkerne durch die Gegend, diskutieren über die gemeinen "Watniki" (abfällig für Russen). Und die Kinder spielen Bandera. Wenn du für die "Einig Ukraine" bist, dann ist das eine Idylle, sonst ein Alptraum. Ich stellte mir vor, wie Mascha früher oder später in der Schule erzählt, wovon Mama und Papa, die auf der Strasse schweigen, zu Hause reden, und mir wurde bange. Um sie und um uns.

Das Problem ist, dass wir für diese Stadt zu russisch sind. Zu Hause ein Haufen "falsche" Bücher, sprechen ausschliesslich russisch und den Namen unserer Tochter in "Maritschka" zu ändern, wie Abgeordnete Farion es vorschlug, waren wir auch nicht bereit. Es hielt uns in Kiew nichts mehr, die Freunde wandten sich ab, meine Auftraggeber waren in Russland, es ergab keinen Sinn mehr zu bleiben. Wir packten alles zusammen und fuhren weg.

Zu Schweigen fing ich in März an. Nach deren Sieg. Davor versuchte ich noch zu diskutieren, zu erklären: "was macht ihr, ihr zerstört mit eurem Gehüpfe den Staat!". Man hat mich angeschaut, genickt, doch die Augen meiner Opponenten waren bereits irgendwie glasig. Später erst verstand ich - der Tee auf dem Maidan, da war doch was drin. (von mir - aus eigenen Bekanntenkreisen weiss ich, dass mehrere Leute die auf dem Maidan längere Zeit verbracht haben, durch den Teekonsum drogenabhängig geworden sind).

Endgültig machte ich den Mund zu als mein ehemaliger bester Freund, fast ein Verwandter, mir vorschlug die Klappe zu halten, da er sonst dem "rechten Sektor" von meinen Reden erzählen würde. Und sogar der Verkäufer im Laden um die Ecke, mit dem wir früher entspannt quatschten, ich auf russisch er auf ukrainisch, fing irgendwann mir das Rückgeld mit einem solchen Gesichtsausdruck entgegen zu schmeissen, als ob es ihn eckeln würde und er mein Geld nicht haben möchte.

Mascha meldeten wir an einer ganz normalen Kiewer Schule gleich um die Ecke von unserem Haus an. Schulen die noch auf russisch unterrichten, gibt es in Kiew kaum noch. Die einzige zweisprachige Schule in unserem Einzugsgebiet, die erst vor zwei Jahren feierlich von Yanukowitsch eröffnet wurde, ist in aller Stille noch vor dessen Absetzung rein ukrainisch geworden. Eine Wahl hatten wir folglich nicht. Wir wählten die zu uns am nächsten liegende Schule aus. Dann war ich in Mai auf der Elternversammlung. Alles wie gewohnt - Infos für die Eltern
der Erstklässler, Rede des Direktors. Ein älterer Mann, "alte Schule". Sprach ukrainisch, spielte die patriotische Karte aus - "Sie verstehen, dass die Situation im Lande schwierig ist und die Schule kein Geld mehr hat. Stellt euch darauf ein die Schule zu unterhalten".

Das allein wäre ja kein Problem. Das Problem ist, dass die nichts gelehrt wird. Das Problem ist in der ersten Stunde, wo wahrscheinlich die blutigsten Stellen aus Hajdamaken ( Гайдамаки - ein Poem von Taras Schewtschenko) vorgelesen werden. Aus dem blutigsten und hasserfülltesten Werk von Schewtschenko  überhaupt. Wie soll ich meiner Tochter erklären, dass sie genau der "Moskal" ist, zu deren Abschlachtung da aufgerufen wird?

Ein anderer Freund, auch ein ehemaliger Maidan-Aktivist, rief mich vor der Abreise ab, hielt mir vor - niemand würde mir und Masche verbieten russisch zu sprechen. Sogar Jarosch würde russisch sprechen. Doch Kinder hat er nicht, und Bücher liest er auch nicht. Hab ihn einen Dummkopf genannt und aufgelegt.

Der Schuldirektor machte auf mich einen normalen Eindruck. Er hatte irgend eine Traurigkeit in den Augen. Ich glaube er spührte schon in Mai das Unheil aufziehen. Obwohl, in Odessa war bereits Schlimmes passiert. Ich weiss nicht, vielleicht muss er jetzt auch den Mund halten. Es gibt die noch, diese Ukrainer - offen, warmherzig, friedlich, die ihr Land lieben ohne Russland zu hassen. Aber es gibt sehr wenig davon. Ich würde die Schule gerne sponsern, die Frage nur, was meinem Kind dort beigebracht wird.

Der Patriotismus an ukrainischen Schulen bordet über. Den Lehreren in Odessa wurde z.B. nahegelegt zur Lehrereversammlung "Wyschywanki" anzuziehen. (Wyschywanka - wörtlich ein gesticktes Hemd. Ukrainische Nationaltracht, die bis vor kurzem allerdings nur in Dörfern anzutreffen war). In Kiew ist das bereits Tradition.

Was soll man machen, wenn der aktueller ukrainischer Bildungsminister ein Nationalist ist. Autor der Apologetik über Stepan Bandera - Sergej Kwit. Noch als Rektor der Kiew-Mogiljanscher Akademie beteiligte er sich sehr rege an der Neuformatierung des Bewusstseins der jungen Leute. Und er ist noch lange nicht am Ziel. Mit seiner stiller Zustimmung gibt es in Ivano Frankovsk Hass-Lehrstunden wo die Schüler "Tod den Feinden!" skandieren und Puppen fremder Präsidenten abfackeln müssen. Wie im Gazastreifen, wo den Palästinenser auf gleiche Weise der Hass auf Juden eingeimpft wird.

Das Schlimme ist, dass mir die Geschichte nicht nur aus ukrainischen Lehrbüchern bekannt ist, wo die Ukrainer Arier genannt werden und "Saporoger Sitsch" als erste europäische Demokratie bezeichnet wird. Was soll ich meiner Tochter nach der Lehrstunde erklären, dass das Wort "Demokratie" aus dem Griechischen kommt genau so wie das ganze Konzept, und dass die Kosaken sehr weit davon entfernt waren Demokraten zu sein? Ich habe nicht die entfernteste Ahnung wie ich ihr erklären kann, dass die "Helden" der UPA Monster waren, die Zivilbevölkerung für eine primitive nationalistische Idee abschlachteten. Und was die über Russland und Russen lehren... Anders als blutrünstige Einflüsterung kann man das nicht nenenn. Ich will nicht, dass meiner Tochter jeden Tag der Kopf gewaschen und Banderas Weltsicht aufgezwungen wird.

Die sind heute wirklich bereit, den Griechen die Demokratie weg zu nehmen und den Ägyptern die Pyramiden. Es gibt so einen Historiker in der Ukraine - Professor Bebik, Doktor der Politikwissenschaften, Rektor der Universität "Ukraine". Er hält wöchentliche Vorlesungen im Radio "Era", das ich ab und zu mal hörte. Er behauptet, dass gewisse "Urukrainer" - Teukren, von denen noch Herodot gesprochen haben soll, Troja errichteten. Und danach das ganze Griechenland zusammen mit Rom.

Mehr noch, der "erste Rom" war in Sumsker Bezirk, da wo die Flüsse Romen und Sula in einander fließen. Heute heißt die Stadt - Romni. Und folglich ist die Stadt Rom an der Tiber erst der zweite Rom, aber auch durch die Ukrainer gebaut. Das wäre ja ganz witzig, wenn dieser Professor Teilnehmer einer Komedieshow wäre. Aber er ist bittere Realität.
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Das hat vor langer Zeit angefangen, mit den Pinseleien "Moskali auf Messer". So eine gab es bei uns in der Unterführung nicht weit vom Haus. Drei Jahre lang, ohne dass jemand die auch nur angefasst hätte. Noch an der Universität stritt ich mit ukrainischer Historikern. Auch wenn ich während der Vorlesungen schlief, so tat es mir trotzdem in den Ohren weg, als ich hörte, dass während des ukrainischen Bürgerkrieges 8 bis 15 Millionen Ukrainer getötet worden sein sollen. Ich weiss, dass viele getötet wurden, aber doch nicht ein Drittel der heutigen Ukraine.

Dann schaute ich in der Bibliothek nach. Es kam raus, dass im besten Fall um den Faktor 10 weniger. Ich erzählte das dem Dozent. Der wich dem Streit aus und gab miк den Schein. Sofort. Sagte dann ich soll mich nicht mehr in der Vorlesung blicken lassen und die anderen durcheinander bringen. Grüßte danach auch nicht mehr. Auch wenn Geschichte an meiner TH nur Nebenfach war, verstehe ich ругеу, dass das was jetzt abläuft von langer Hand vorbereitet worden ist.

Ich bin froh, dass Mascha während ihrer erster Lehrstunde nicht "Sche ne Wmerla Ukraina" (Die erste Strophe der Ukrainischen Nationalhymne. Wörtlich übersetzt - "Noch nicht tot ist die Ukraine") singen muss. Dass sie nichts vom Professor Bebik wie auch von Bandera und Schuchewitsch hört, welche, wenn die Russen nicht wären, den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Soll sie den lebenslustigen Puschkin lesen. Und davon, dass Schewtschenko und Lesja Ukrajinka auch lyrisches schrieben, das erkläre ich ihr selbst.


http://www.rg.ru/2014/09/01/ukraina.html

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